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Halbfinale im Hexenkessel verpasst: Pütz scheitert im Doppel an Kokkinakis/Kyrgios

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Halbfinale im Hexenkessel verpasst: Pütz scheitert im Doppel an Kokkinakis/Kyrgios

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Kyrgios schießt Kind ab

Kyrgios schießt Kind ab

Nick Kyrgios und sein Doppelpartner Thanasi Kokkinakis liefern bei den Australian Open eine große Show ab - mit einem unschönen Aufreger und Vorwürfen von den Gegnern.
Alexander Zverev scheidet bei den Australian Open bereits im Achtelfinale aus. Nach einem positiven Tennis-Jahr schafft es der Deutsche nicht, den ersten Platz Weltrangliste einzunehmen.
. SPORT1
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von SPORT1

Der Traum des Doppelspezialisten Tim Pütz vom ersten Grand-Slam-Titel bei den Australian Open ist geplatzt - die Publikumslieblinge waren eine Nummer zu groß.

Der deutsche Davis-Cup-Spieler musste sich mit seinem neuseeländischen Partner Michael Venus im Viertelfinale von Melbourne in aufgepeitschter Atmosphäre den Lokalmatadoren Thanasi Kokkinakis und Nick Kyrgios 5:7, 6:3, 3:6 geschlagen geben.

Die Kia Arena glich einem Hexenkessel, jeden Punktgewinn der beiden Australier bejubelten die Fans frenetisch. Teilweise ging die Anfeuerung aber auch über ein angemessenes Maß hinaus, etwa mit Buhrufen bei Aufschlägen von Pütz und Venus. Mit dem Gewinn des zweiten Satzes nahmen diese etwas Luft raus - aber nur kurz. Vor allem Kyrgios peitschte die Menge mit ausufernden Gesten immer wieder an.

Der emotionalisierte Australier sorgte während der Partie allerdings auch für einen kurzen Schockmoment, als er einen Volley mit Vollgas ins Feld des Gegners jagte und der Ball anschließend einen jungen Fan auf der Tribüne traf. Dieser brach in Tränen aus, sehr zum Schrecken von Kyrgios, der bestürzt die Hand vor den Mund hielt.

Kyrgios macht Fehler wieder gut - Fans jubeln

Plötzlich gab es ein paar Buhrufe, die aber sofort wieder in großen Jubel umschlugen, als Kyrgios dem Youngster als Entschuldigung einen Schläger schenkte. Das Spiel wurde fortgesetzt und die Fans standen erneut voll hinter Kyrgios und seinem Partner.

Pütz betonte, dass er mit seinem Partner nicht so gut gespielt habe, die Atmosphäre habe ihm aber „nicht so gut“ gefallen, sagte er: „Und ich finde auch, das ist zu viel des Guten. Tennis ist Entertainment, aber das ist zu viel.“

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Es gebe aber keine richtigen Regeln für diese Situationen, die Schiedsrichterin habe ihr Bestes versucht. „Es war schon wild da draußen“, meinte der 34-Jährige weiter, Kyrgios sei dabei zu weit gegangen: „Was er da zwischen dem ersten und zweiten Aufschlag macht, hat nichts mit Entertainment zu tun. Das ist einfach nur unsportlich.“

Pütz war der letzte Deutsche in den Einzel- oder Doppelwettbewerben der Australian Open. Zuletzt hatte er beim Halbfinaleinzug mit dem deutschen Team im Davis Cup an der Seite von Kevin Krawietz für Furore gesorgt. Auf Grand-Slam-Ebene hatte er zuvor als beste Resultate zwei Viertelfinals bei den French Open (2020, 2021) zu Buche stehen.

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