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Novak Djokovic droht nach Australien-Ausreise auch French und US Open zu verpassen

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Novak Djokovic droht nach Australien-Ausreise auch French und US Open zu verpassen

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Verpasst Djokovic alle Grand Slams?

Verpasst Djokovic alle Grand Slams?

Novak Djokovic ist nach Serbien zurückgekehrt. Nach dem Drama vor den Australian Open droht dem Star nun eine Saison ohne Grand Slam. Im GOAT-Rennen wäre dies ein herber Rückschlag.
Novak Djokovic wurde das Visum erneut entzogen. Er muss aus Australien abreisen und darf nicht an den Australien Open teilnehmen.
Vincent Wuttke
Vincent Wuttke

Novak Djokovic ist in Belgrad gelandet und damit zurück in seinem Heimatland Serbien angekommen.

Nach den turbulenten Tagen im grellen Rampenlicht verschwand Djokovic unbemerkt durch einen Seitenausgang. Kaum war der tief gefallene Tennis-Held auf dem Nikola-Tesla-Flughafen in Serbiens Hauptstadt Belgrad gelandet, wurde er flugs vorbeigeschleust an den wartenden Reportern.

Auch die - allerdings nur wenigen - Fans, die sich mit Flaggen und Spruchbändern vor dem Terminal postiert hatten, bekamen ihren verehrten Liebling nicht mehr zu Gesicht.

Ist das Drama nach der Abschiebung aus Australien damit nun vorbei? Nein. Denn nun droht dem Weltranglistenersten sogar eine Saison ohne Teilnahme an einem Grand Slam!

Djokovic droht der Super-Gau

Die Australian Open sind nach der Corona-Farce bereits ohne den 34-Jährigen gestartet. (Die Australian Open im LIVETICKER)

Doch es bleiben 2022 noch drei weitere Major-Turniere, bei denen Djokovic seinen 21. Triumph holen könnte: Roland Garros, Wimbledon und die US Open.

„Wir sehen uns in Paris“, hatte Vater Srdjan noch nach der Abschiebung seines Sohns aus Australien geschrieben - doch als sich Djokovic im Flieger von Dubai nach Belgrad befand, gab es die nächste Hiobsbotschaft.

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French Open nur mit Impfung

Die französische Nationalversammlung hatte am Sonntag den Weg für den sogenannten Pass Vaccinal, also einen Impfpass, als entscheidendes Kriterium zur Teilhabe an weiten Teilen des gesellschaftlichen Lebens in Frankreich freigemacht.

Lässt sich der Superstar also nicht impfen, hat er keine Chance seinen Titel in Paris zu verteidigen.

Auch die US Open Ende des Jahres werden nach aktuellem Stand ohne Djokovic über die Bühne gehen. Nur vollständig geimpfte Nicht-US-Bürger dürfen derzeit einreisen.

Ohnehin gilt in New York aktuell die Regel, dass ungeimpfte Sportler nicht spielen dürfen. Basketball-Superstar Kyrie Irving darf bei den Brooklyn Nets deshalb nur Auswärtsspiele absolvieren - allerdings wäre gegen eine Geldstrafe ein Einsatz denkbar.

USA lässt nur Geimpfte einreisen

Die Regeln ändern sich in der Corona-Pandemie schnell, doch Stand jetzt wäre Djokovics einzige Chance ohne Impfung Wimbledon.

Momentan können nicht geimpfte Personen nach England einreisen. Zwar steht eine zehntägige Quarantäne als Pflicht an, was für Djokovic aber wohl kein größeres Problem darstellen dürfte.

Serbiens Präsident Aleksandar Vucic freut sich bereits auf die Rückkehr von Novak Djokovic. In seinem Heimatland wird er mit offenen Armen empfangen werden.
02:48
Serbischer Präsident freut sich auf Djokovic: "Hier immer willkommen"

Premierminister Boris Johnson erklärte allerdings auch: „Alles, was ich sagen kann, ist, dass ich an die Impfung glaube und dass es eine wunderbare Sache ist.“ Eine Verschärfung der Einreisebestimmungen in England ist also nicht ausgeschlossen.

Theoretisch könnte es somit sogar ein Jahr werden, in dem Djokovic auf der großen Bühne gar nicht auftaucht - wenn er sich nicht impfen lässt oder sich andere Schlupflöcher auftun.

Boris Becker appelliert an Djokovic

Doch auch abseits der Grand Slams drohen dem Serben große Probleme, da es in vielen Ländern Einreisebeschränkungen oder strenge Regeln für die Ausübung von Sport gibt.

„Novak, versuche einzusehen, dass es geimpft leichter für dich sein wird“, appellierte Ex-Trainer Boris Becker deshalb bei Eurosport.

Djokovic würde sich damit wohl eine Menge Ärger ersparen und könnte sich wieder auf das Wesentliche in seinem Sport konzentrieren. Dazu müsste er jedoch bereit sein, sich impfen zu lassen.

Doch dieser Sinneswandel wirkt aktuell sogar weniger wahrscheinlich als Ausnahmeregelungen für ihn. Australien bleibt also womöglich nicht der letzte Einreise-Krimi in diesem Jahr.