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Wimbledon 2022: Ostapenko ätzt gegen Referee und Tatjana Maria - "Einfach so viel Glück"

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Wimbledon 2022: Ostapenko ätzt gegen Referee und Tatjana Maria - "Einfach so viel Glück"

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„Glück“: Gegnerin ätzt gegen Maria

„Glück“: Gegnerin ätzt gegen Maria

Tatjana Maria und Jule Niemeier stehen sensationell im Wimbledon-Viertelfinale. Doch Jelena Ostapenko hat nach ihrem Aus wenig warme Worte für Maria übrig. Auch der Schiedsrichter bekommt Kritik ab.
Jelena Ostapenko hatte nach dem Wimbledon-Aus wenig Lust auf den Handshake mit Tatjana Maria
Jelena Ostapenko hatte nach dem Wimbledon-Aus wenig Lust auf den Handshake mit Tatjana Maria
© Imago
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von SPORT1

Mit Anstand verlieren zu können, zählt wahrlich nicht zu den Stärken von Jelena Ostapenko.

Was in der Tennis-Szene längst bekannt ist, hat die Lettin noch einmal rund um ihr Achtelfinal-Aus in Wimbledon gegen Tatjana Maria unterstrichen.

Kurz nach Matchende hatte sie nach einem lustlosen Handshake mit Maria eine Wasserflasche so heftig auf den Boden geknallt, dass ein Stuhl dadurch umflog.

In Wimbledon wurde dies sofort mit einem Pfeifkonzert bedacht.

Ostapenko über Maria: „Hatte viel Glück“

So nachvollziehbar ihr Ärger aus der Emotion heraus war - der anders als bei Stefanos Tsitsipas im Match gegen Nick Kyrgios auch keine Zuschauer gefährdete - so sehr sorgten ihre Aussagen danach für Stirnrunzeln.

Immer wieder ließ Ostapenko in ihren Antworten auf der Pressekonferenz durchblicken, dass Maria ihrer Meinung nach einfach Glück gehabt habe, als Siegerin den Platz zu verlassen.

„Ich dachte, dass dies mein Match war, ich musste das gewinnen. Sie hatte in einigen Momenten einfach so viel Glück, dass sie zurückkommen konnte“, sagte die 25-Jährige.

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Auch kurz vor dem Matchende hätte Maria nur Glück gehabt: „Sie hatte Glück, sie hatte ihn am Rahmen getroffen, und der Ball sprang auf die Linie.“

Bereits während der Partie hatte sie in ihre Box in Bezug auf Maria gerufen: „Das sind doch keine Schläge.“

Ostapenko: Viele Winner, aber noch mehr Fehler

Ostapenko hatte wie üblich mit ihren harten Schlägen eine Vielzahl der Ballwechsel dominiert - und daher das Gefühl, „dass ich heute die Spielerin war, die dieses Match gewinnen musste“.

Tatsächlich hatte Ostapenko 52 Gewinnschläge produziert - und damit mehr als doppelt so viele wie Maria (23). Doch der French-Open-Siegerin von 2017 unterliefen auch 57 unerzwungene Fehler.

Ihrer Meinung nach lag der Sieg von Maria vor allem daran: „Sie hat einfach nur alle meine Fehler gesammelt, unerzwungene Fehler - und nur so hat sie heute gewinnen können.“

Doch genau dies ist eben das Spiel von Ostapenko, was nur das „Alles oder Nichts“-Prinzip kennt. Maria sorgte mit ihrem Kampfgeist, ihrer Erfahrung und ihrer giftigen Slice-Vorhand auch dafür, dass Ostapenko so viele Fehler produzierte.

Ostapenko wies dagegen darauf hin, dass Maria „nur diese Slice-Bälle geschlagen“ habe: „Sie hat nichts gemacht, nur auf meine Fehler gewartet“.

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Ostapenko äußert sich zum Aus in Wimbledon

Für Ostapenko war besonders ärgerlich, dass sie einer vermeintliche Außenseiterin unterlag: „Wenn ich gegen eine großartige Spielerin verliere, die mich gerade in einem tollen Match geschlagen hat ... aber heute habe ich einfach mein Match verloren.“

Sie fuhr fort: „Ich meine, es ist immer ärgerlich, so ein Match zu verlieren, besonders wenn man weiß, dass man die bessere Spielerin war und als Favoritin in dieses Match ging.“

Passend zu Ostapenkos fragwürdiger Analyse: Auch die Kritik am Schiedsrichter durfte nicht fehlen.

„Dann hat der Schiedsrichter einen großen Fehler bei 5:5 im dritten Satz gemacht, als es Breakball bei meinem Aufschlag gab und ich keine Challenge mehr hatte. Leute, die das Match beobachtet haben, haben mir geschrieben, dass er (der Ball, Anm. d. Red.) ziemlich deutlich im Aus war“, schimpfte Ostapenko.

Ostapenko watscht Gegnerin in Birmingham ab

Bemerkenswert: Maria kam in Ostapenkos Analyse sogar noch verhältnismäßig gut weg. Nach ihrem 6:2, 5:7, 6:3-Sieg beim Vorbereitungsturnier in Birmingham gegen Rebecca Marino hatte Ostapenko ihre Gegnerin noch heftiger abgewatscht.

„Der größte Gegner war ich selbst, denn ich habe bis 6:2, 5:1 sehr gut gespielt. Sie hat gar nichts getan. Sie hat auch nichts geändert bis dahin. Dann habe ich begonnen, mit mir selbst zu kämpfen“, sagte Ostapenko.

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Unter einsetzenden Pfiffen fuhr sie fort: „Ich habe angefangen, Bälle zu verschlagen. Aber ich bin froh, dass ich gewonnen habe, denn mein Niveau ist um Längen besser als ihres und das habe ich gezeigt.“

Ostapenko: „Wozu Interviews geben, wenn ...“

Laut Ostapenko habe Marino sowieso nur einen guten Schlag: „Die wichtigste Sache bei ihr ist ihr Aufschlag. Wenn du sie aber einmal in einen Ballwechsel kriegst ... ich denke, ich habe dann 95 Prozent der Punkte gewonnen.“

Im Rahmen von Wimbledon erklärte Ostapenko auch, warum sie diese Aussagen getroffen hatte. „Wozu Interviews geben, wenn man nicht sagt, was man denkt?“, begründete sie ihre Aussagen.

Dementsprechend forsch versprach sie nach ihrer Niederlage gegen Maria nun auch: „Nächstes Mal werde ich stärker sein, um nie mehr gegen so eine Spielerin zu verlieren.“