Es war ein ungewohnt krachendes Aus, das Novak Djokovic erlitt. Diese klare Viersatz-Niederlage im Halbfinale der Australian Open gegen einen furios aufspielenden Jannik Sinner dürfte den Titelverteidiger noch lange beschäftigen.
Australian Open, Halbfinale: Djokovic schlägt Inventar kaputt
Djoker schlägt Inventar kaputt
Auch schon während des Spiels war dem Djoker deutlich anzumerken, wie er um Fassung rang und in ihm die Wut aufstieg - angesichts vieler eigener Fehler und der Hilflosigkeit, dem italienischen Kontrahenten wirklich Paroli zu bieten. Als Sinner im vierten Satz erneut aufdrehte, reagierte der Tennis-Superstar derart frustriert, dass er seinen Schläger im Vorbeigehen von hinten an den Hochstuhl des Schiedsrichters knallte.
Djokovic knallt Schläger an Schiedsrichter-Hochstuhl
Dabei zerstörte Djokovic ein Umgebungsmikrofon, einige Elektroteile flogen umher.
Vom Referee selbst blieb die Aktion zunächst offenbar unbemerkt - womöglich gibt es für den Serben rückwirkend noch eine Strafe.
Geholfen hat der Ausraster am Ende dennoch nicht: Sinner nutzte schließlich nach 3:22 Stunden Spielzeit seinen zweiten Matchball, machte den Final-Einzug perfekt - und fügte Djokovic bei dessen Jagd nach seinem 25. Grand-Slam-Titel die erste Niederlage in Melbourne seit 2018 zu.
Zur Erinnerung: Letztmals hatte sich der 36-Jährige vor 2195 Tagen im Achtelfinale dem Südkoreaner Chung Hyeon geschlagen geben müssen, ehe er danach in Melbourne 33 Spiele in Serie gewann.
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