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"Dämlich": Zverev kritisiert Becker-Vergleiche

Zverev hält Vergleiche für „dämlich“

Das deutsche Tennis-Talent Justin Engel sorgt für großes Aufsehen. Alexander Zverev mahnt jedoch zur Geduld und schimpft über mediale Vergleiche.
Der 17-jährige Justin Engel ist aktuell die größte deutsche Tennis-Hoffnung. Im SPORT1-Interview formuliert er große Ziele.
Das deutsche Tennis-Talent Justin Engel sorgt für großes Aufsehen. Alexander Zverev mahnt jedoch zur Geduld und schimpft über mediale Vergleiche.

Alexander Zverev ist kein Fan von der hohen Erwartungshaltung der Öffentlichkeit an das deutsche Top-Talent Justin Engel. Das machte der Weltranglistendritte am Samstag bei einer Wimbledon-Pressekonferenz deutlich.

Mediale Vergleiche mit Boris Becker seien „dämlich“, schimpfte Zverev. „Mit 17 hat Boris Wimbledon gewonnen, Justin Engel spielt hier nicht.“

Der 17-Jährige sei ein „super Spieler“, aber auch noch sehr jung. An die Pressevertreter gerichtet stellte Zverev klar: „Ihr braucht ihn nicht mit Boris zu vergleichen, ihr braucht ihn auch mit mir nicht zu vergleichen.“

Zverev wird deutlich: „Lasst den Jungen mal in Ruhe“

Derartige Vergleiche seien einfach noch zu früh: „Lasst den Jungen mal in Ruhe – in zwei, drei Jahren werden wir sehen, wie gut er ist.“

Beim ATP-Turnier in Stuttgart hatte Engel zuletzt für Schlagzeilen gesorgt, als er bis ins Viertelfinale gekommen war – und das als jüngster Spieler auf Rasen seit Boris Becker.

Vor rund einem Monat hatte er in der Weltrangliste noch auf Platz 345 gestanden. Mittlerweile hat es der 17-Jährige auf Platz 219 geschafft. Kein anderer Spieler unter 18 ist besser als er.

Zverev findet, dass sich Engel für die weitere Karriere keine zu hohen Ansprüche stellen sollte: „Er soll auch nicht daran denken: Ich brauche dieses Resultat, um mit Boris, mit mir oder sonst wem gleichzuziehen.“