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Australian Open: „Sind wir Tennisspieler oder Tiere im Zoo?“

„Sind wir Tiere im Zoo?“

Coco Gauff zerstört in einem vermeintlich unbeobachteten Moment ihren eigenen Tennisschläger. Nachdem die von Kameras eingefangenen Bilder in der Öffentlichkeit landen, kommt große Kritik an der omnipräsenten Beobachtung bei Grand-Slam-Turnieren auf.
Ein Überblick über alles Wichtige rund um die Australian Open 2026.
Coco Gauff zerstört in einem vermeintlich unbeobachteten Moment ihren eigenen Tennisschläger. Nachdem die von Kameras eingefangenen Bilder in der Öffentlichkeit landen, kommt große Kritik an der omnipräsenten Beobachtung bei Grand-Slam-Turnieren auf.

Es waren Bilder, die buchstäblich um die Welt gingen – und das, obwohl sich Tennis-Star Coco Gauff nach ihrem Viertelfinal-Aus bei den Australian Open eigentlich unbeobachtet fühlte. Nach ihrer 1:6, 2:6-Niederlage gegen die Ukrainerin Elina Svitolina zog sich Gauff in die Katakomben der Rod Laver Arena zurück und zertrümmerte aus Frust ihren Schläger.

Dass Gauff trotz ihrer Bemühungen, einen abgeschiedenen Ort aufzusuchen, von den wie bei Grand-Slam-Turnieren üblicherweise omnipräsenten Kameras eingefangen wurde, löste unter den Stars des Sports große Diskussionen aus.

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„Die Frage ist: Sind wir Tennisspieler? Oder sind wir Tiere im Zoo?“, meinte die Polin Iga Swiatek, nachdem sie auf den Wutausbruch der zweimaligen Grand-Slam-Siegerin angesprochen wurde und schloss sich damit der ursprünglichen Kritik von Gauff an.

Djokovic scherzt über fehlende Kameras in der Dusche

„Ich denke nicht, dass das nötig ist. Vielleicht sollten wir mal darüber reden. Ich habe das Gefühl, dass bei diesem Turnier der einzige private Ort die Umkleidekabine ist“, sagte die US-Amerikanerin mit Blick auf die ständige Begleitung durch Kameras.

Auch Superstar Novak Djokovic schloss sich der Kritik an und erklärte: „Ich bin überrascht, dass wir keine Kameras haben, während wir duschen.“ Mit mehr Privatsphäre rechne der Serbe in Zukunft jedoch nicht. „Wir leben in einer Gesellschaft, in der Content alles ist. Ich kann mir kaum vorstellen, dass sich dieser Trend umkehren lässt.“

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Neben Gauff wurde auch Swiatek während des Turniers in einem intimen Moment von den Kameras eingefangen, nachdem sie fast ihre Akkreditierung vergessen hatte. „Ich denke nicht, dass das so sein sollte“, meinte die Nummer zwei der Welt, obwohl sie anmerkte: „Wir sind gewohnt, auf dem Platz und in der Pressekonferenz beobachtet zu sein. Das ist unser Job.“

Während die Kritik an der medialen Verwertung der Szenen hochkochte, nahm die ehemalige Weltklassespielerin Serena Williams ihre Landsfrau Gauff in Schutz. „Es ist nichts falsch daran, Niederlagen zu hassen. Also Coco, wenn du willst, kann ich dir zeigen, wie man seinen Schläger mit einem Schlag zerstört, Serena Style“, schrieb Williams in den sozialen Medien.