Die Stimmung glich der eines Finals. Die Fans in der KIA Arena sorgten bei den Australian Open für eine Atmosphäre, die schwer noch einmal zu erzeugen sein dürfte. Im Mittelpunkt ihrer Jubelstürme stand dabei mit Stan Wawrinka ein Altmeister.
Australian Open: Tollhaus! Altmeister sorgt für Gänsehaut-Szenen
Altmeister sorgt für Gänsehaut-Szenen
Der 40-Jährige genoss die Gänsehaut-Szenen sichtlich nach seinem hart erkämpften 5:7, 6:3, 6:4, 7:6 (7:4) gegen den Serben Laslo Djere in der ersten Runde des Grand Slams.
Dem Schweizer flogen die Herzen schon vor dem ersten Ballwechsel zu. 2014 gewann er das Turnier in Melbourne und holte einen seiner insgesamt drei Grand-Slam-Titel. Doch mittlerweile hat er seinen Rücktritt nach dieser Saison angekündigt und ist damit letztmals als Spieler dabei.
Exakt 20 Jahre nach seinem Debüt bei dem Turnier ist Wawrinka längst einer der großen Helden der australischen Tennisfans.
Stan Wawrinka frenetisch gefeiert
Beim Siegerinterview auf dem Platz war das Publikum nicht mehr zu halten. Er zeigte auf alle vier Tribünen nacheinander und die Fans rasteten jeweils aus. Der Moderator James Bracey richtete sich dann an den Star: „Stan, es ist ein Genuss und ein Privileg, dir zusehen zu dürfen. Wir danken dir für alles und wir freuen uns schon sehr, dich in wenigen Tagen wieder zu sehen.“
Schon während des Matches machten die Zuschauer mehr als deutlich, wem ihre Sympathien gehören. Gleichzeitig war es der erste Sieg für Wawrinka in Melbourne seit 2021. „Der einzige Grund, weshalb ich zurückkehre, ist die Liebe von euch“, sagte er.
Nun soll in der 2. Runde gegen den Qualifikanten Arthur Gea aus Frankreich der nächste Sieg folgen und damit der Abschied verschoben werden.
„Es war großartig. Es war total voll, die Unterstützung war überwältigend. Es gibt immer so viel Extraenergie, wenn man so eine Zuneigung spürt - vor allem hier. Diese Atmosphäre ist speziell“, sagte der Star.
In Zeiten der totalen Dominanz der übermächtigen Roger Federer, Rafael Nadal, Novak Djokovic und Andy Murray war der Schweizer über viele Jahre nahezu der einzige, der Gegenwehr lieferte.
Aufgrund seiner einhändigen Rückhand wurde er von den Gegnern stets gefürchtet und von den Fans geliebt. Die einstigen Glanzleistungen des Profis haben sie in Melbourne nicht vergessen. Es könnte noch einmal ein Märchen geschrieben werden.