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Australian Open: Hanfmann nervt Alcaraz - und verliert doch glatt

Hanfmann kitzelt Alcaraz

Yannick Hanfman kann im ersten Satz sehr gut mit Weltstar Carlos Alcaraz mithalten. Doch der Weltranglistenerste ist letztlich zu stark.
Carlos Alcaraz strebt bei den Australian Open 2026 nach dem Karriere-Grand-Slam – und will dabei Geschichte schreiben: „Es ist etwas Großartiges, den Karriere-Grand-Slam zu schaffen, aber noch besser ist es, der jüngste Spieler zu sein, dem das jemals gelingt.“
Yannick Hanfman kann im ersten Satz sehr gut mit Weltstar Carlos Alcaraz mithalten. Doch der Weltranglistenerste ist letztlich zu stark.

Yannick Hanfmann gab in der mächtigen Rod Laver Arena alles, er ließ sein Herz auf dem Platz - doch die Sensation blieb aus.

Der Tennisprofi hat sein Highlightmatch in der zweiten Runde der Australian Open gegen den Weltranglistenersten Carlos Alcaraz mit 6:7, (4:7), 3:6, 2:6 verloren. Hanfmann verkaufte sich dabei aber teuer.

„Ich wusste, dass er großartig spielen wird, ich kenne sein Niveau. Es war trotzdem schwerer als gedacht am Anfang“, lobte Alcaraz: „Ich habe den Ball nicht so gespürt - und seine Bälle kamen wie eine Bombe. Deswegen bin ich froh, diesen schwierigen ersten Satz überstanden zu haben.“

Alcaraz jagt seinen siebten Grand-Slam-Titel

Nach 2:44 Stunden verwandelte Alcaraz, der vor allem zu Beginn hart arbeiten musste, seinen dritten Matchball. Der Spanier trifft auf der Jagd nach seinem siebten Grand-Slam-Titel nun auf Corentin Moutet (Frankreich).

Hanfmann muss hingegen weiter auf seinen ersten Drittrundeneinzug bei einem Major-Turnier warten.

Hanfmann hatte gegen Alcaraz bereits einmal verloren, als der Spanier erst 16 gewesen war. Doch der mittlerweile 22 Jahre alte Alcaraz hatte zu Beginn durchaus Probleme mit dem Deutschen. Hanfmann ließ sich von der Kulisse nicht einschüchtern und erarbeitete sich immer wieder anerkennenden Beifall in der Arena.

Hanfmann: „Spielerisch bin ich sehr zufrieden“

Alcaraz hingegen wirkte seltsam fest und produzierte mehr Fehler als gewohnt. Für den ersten Satzgewinn musste er 78 Minuten ackern. Danach aber wurde seine Arm lockerer, und die Wege für Hanfmann länger. Der 34-Jährige ließ sich nach dem zweiten Satz am Bauchmuskel behandeln und war nun nicht mehr ganz auf Augenhöhe. Mit mehreren sehenswert abgewehrten Matchbällen sorgte er aber noch einmal für Begeisterung.

„Ich fand die Leistung auch gut. Es war schwierig, so die Intensität zu halten - gerade gegen ihn, der solche Matches gewöhnt ist“, sagte Hanfmann im Anschluss erschöpft: „Spielerisch bin ich sehr zufrieden, aber physisch haben ein paar Prozent gefehlt.“