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Australian Open: Olijnykowa fordert Ausschluss von Russen und Belarussen

Olijnykowa fordert Profi-Ausschluss

Oleksandra Olijnykowa wird nach ihrem Erstrundenaus in Melbourne deutlich. Aryna Sabalenka reagiert prompt.
Das Exhibition-Game zwischen Aryna Sabalenka und Nick Kyrgios sorgte für Aufsehen. Für Tennis-Legenden hat das Damen-Tennis davon jedoch wenig profitiert – vielmehr stand die Weltranglistenerste im Fokus.
Oleksandra Olijnykowa wird nach ihrem Erstrundenaus in Melbourne deutlich. Aryna Sabalenka reagiert prompt.

Die ukrainische Tennisspielerin Oleksandra Olijnykowa hat nach ihrem Erstrunden-Aus bei den Australian Open ein Startverbot für russische und belarussische Profis gefordert.

„Ich denke, es ist sehr falsch, dass sie nicht disqualifiziert werden wie in anderen Sportarten“, sagte die 25-Jährige in einem Interview mit der Zeitung Melbourne Age.

Hintergrund ist der anhaltende Krieg in ihrer Heimat, in dem ihr Vater an der Front kämpft. Olijnykowa hatte am Dienstag in Melbourne ihr Grand-Slam-Debüt gefeiert, war aber gegen Titelverteidigerin Madison Keys ausgeschieden.

Bei der Pressekonferenz trug sie ein T-Shirt mit der Aufschrift: „Ich brauche Ihre Hilfe, um ukrainische Frauen und Kinder zu schützen, aber ich kann hier nicht darüber sprechen.“ Politische Botschaften sind auf der Anlage bei Grand-Slam-Turnieren offiziell untersagt.

„Hier entsteht das Bild, dass wir alle einfach Tennis spielen, aber die Leute sehen nicht, was dahinter passiert“, kritisierte die Ukrainerin. Olijnykowa, die in der Ukraine lebt und trainiert, vermeide den Kontakt zu Spielerinnen aus Russland und Belarus.

Die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka, die seit Jahren unter neutraler Flagge antritt, äußerte sich im Anschluss, angesprochen auf Olijnykowas Forderung: „Ich wünsche mir Frieden, und wenn ich etwas ändern könnte, würde ich das auf jeden Fall tun. Mehr habe ich dazu nicht zu sagen“, sagte Sabalenka. „Ich bin wegen des Tennisspiels hier. Es ist ein Tennisturnier und ich möchte hier einfach nicht über Politik sprechen.“