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Nach Drama-Aus bei den Australian Open: Zverev erhält Zuspruch von Becker

Zverev erhält Zuspruch von Becker

Ein "Medical Time-Out" des Spaniers beim epischen Fünfsatz-Sieg über Alexander Zverev sorgt beim Deutschen für Ärger.
Desaster für Alexander Zverev: Der Deutsche scheidet im Halbfinale der Australian Open gegen Carlos Alcaraz aus.
Ein "Medical Time-Out" des Spaniers beim epischen Fünfsatz-Sieg über Alexander Zverev sorgt beim Deutschen für Ärger.

Alexander Zverev war außer sich. „Er hat Krämpfe, der kann doch kein Medical nehmen. Das ist doch ein absoluter Scheiß“, rief der deutsche Topspieler plötzlich aufgebracht im dritten Satz seines Marathon-Halbfinals bei den Australian Open gegen Carlos Alcaraz.

Beim Stand von 5:4 für den Spanier genehmigte Schiedsrichterin Marijana Veljovic dem Weltranglistenersten eine Behandlungspause. „Das ist unglaublich, das gibt es nicht“, sagte Zverev dann zum Oberschiedsrichter: „Ihr protectet die beiden. Das kann nicht euer Ernst sein.“ Damit spielte er wohl auf Alcaraz und Jannik Sinner an, die seinem Empfinden nach von den Veranstaltern besonderes behandelt werden.

Becker: „Da hat sich Sascha zu Recht aufgeregt“

Boris Becker konnte Zverevs Aufregung nach der bitteren 4:6, 6:7 (5:7), 7:6 (7:3), 7:6 (7:4), 5:7-Niederlage in dem 5:27 Stunden dauernden Tennis-Thriller bestens verstehen. „Da hat sich Sascha zu Recht aufgeregt“, meinte Becker später bei Eurosport: „Hätte Alcaraz da weiterspielen müssen, hätte er es vielleicht nicht geschafft und der Sieger hätte Alexander Zverev geheißen.“

Nicht nur aufgrund des besonderen Vorkommnisses fühlte Becker mit Zverev. „Der hat so gut Tennis gespielt. Mit dieser Form, mit dieser Leidenschaft bin ich sicher, kann er einen Grand Slam irgendwann gewinnen“, so der 58-Jährige: „Wenn er die Chance hat, irgendwann wird er sie nutzen.“ Zverev sei „dran, er klopft an die Tür“.