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Wimbledon-Drama: Becker kämpft mit den Tränen

Becker kämpft mit den Tränen

Das emotionale Frauen-Finale in Wimbledon ruft bei Tennis-Legende Boris Becker große Emotionen hervor.
Boris Becker und Andrea Petkovic sprechen im Podcast "Becker Petkovic" über das absurde Drama beim Wimbledon-Finale von Linda Noskova. Beiden Hosts kommen dabei sogar selbst die Tränen.
Das emotionale Frauen-Finale in Wimbledon ruft bei Tennis-Legende Boris Becker große Emotionen hervor.

Eigentlich schien der Weg zum Titel bereitet, hätte der Vorsprung doch größer kaum sein können. Im Frauen-Finale von Wimbledon führte die Tschechin Linda Nosková äußerst souverän. Den ersten Satz gegen Landsfrau Karolína Muchová hatte sie mit 6:2 gewonnen, im zweiten Satz stand eine 5:2-Führung.

Nosková servierte zum Match, ehe sich wahrhaft unglaubliche Szenen abspielten. Die 21-Jährige vergab sage und schreibe fünf Matchbälle und gab den sicher geglaubten zweiten Satz mit 5:7 ab. Ein Leistungseinbruch sondergleichen.

Doch wer dachte, die Tschechin würde sich im Anschluss gegen ihre Landsfrau geschlagen geben, der sah sich getäuscht. Die 21-Jährige fand in Satz drei zu ihrer Souveränität zurück, gewann den Durchgang mit 6:3 und sicherte sich ihren ersten Grand Slam.

Nosková dachte an verstorbene Mama

Die Achterbahn der Gefühle sorgte auch bei Tennis-Legende Boris Becker für Gänsehaut. Während sich die ehemalige Tennisspielerin Andrea Petkovic die Geschehnisse kaum erklären konnte, lieferte Becker im gemeinsamen Podcast seine persönliche Erklärung.

„Ich glaube, das hing auch damit zusammen, dass ihre Mutter vor zwei Jahren kurz vor Wimbledon verstorben ist. Man wird in so einer Phase sehr emotional, sehr sensibel. Man überlegt, wer einen zum Tennis gebracht hat – und wer gerade nicht mehr in der Player’s Box ist“, war sich Becker sicher.

„Man geht sehr tief in sein Inneres, in seine Seele. Und vielleicht hat sie da mit ihrer verstorbenen Mutter ein Gespräch angefangen und sich dadurch beruhigt.“

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Becker und Petkovic kämpfen mit den Tränen

So sei ein Grand-Slam-Finale zwar außerordentlich wichtig, es ist aber dennoch „nur ein Tennismatch. Du bist im Wimbledon-Finale, sei froh. Es gibt viel Schlimmeres als ein gewonnenes oder verlorenes Tennismatch. Du bist noch am Leben“, meinte der 58-Jährige weiter.

In ihrer Dankesrede hatte sich Nosková später emotional bei ihrer Mama bedankt und einen Kuss in Richtung Himmel gesendet.

„Das war für mich die emotionalste Szene von ganz Wimbledon, als sie sich dann bedankt hat“, konstatierte Becker und kämpfte mit den Tränen.

Auch Petkovic wurde emotional und erklärte, die Szene habe sie ebenfalls sehr mitgenommen. „Boris, wir heulen beide. Ich war in Tränen aufgelöst.“