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Trainer-Wirbel bei US-Open-Champion

Trainer-Wirbel bei US-Open-Champion

US-Open-Siegerin Emma Raducanu ist auf der Suche nach einem neuen Coach. Dabei greift der Tennis-Shootingstar sogar zu ungewöhnlichen Maßnahmen.
Emma Raducanu begeisterte in diesem Sommer die Zuschauer in Wimbledon und wurde zum neuen Tennis-Star. Ihre Instagram-Seite hat bereits mehr als 420.000 Follower.
. SPORT1
von SPORT1
vor 5 Tagen

Nach ihrem Triumph bei den US Open hat Emma Raducanu die Herzen der Tennis-Fans im Sturm erobert - und wurde bereits zum neuen Mega-Star erklärt.

Zuletzt musste die 18-Jährige allerdings einen Rückschlag hinnehmen. In Indian Wells war bereits in der zweiten Runde gegen die Belarussin Aliaksandra Sasnovich Schluss. (NEWS: Alles zum Tennis)

Dass sie sich von einer Niederlage so schnell nicht aus der Ruhe bringen lässt, bewies die Britin im Anschluss mit einem kuriosen Aufruf: „Wenn es da draußen irgendwelche erfahrenen Trainer auf der Suche gibt: Ihr wisst, wo ihr mich findet“, sagte Raducanu auf die Frage, wer künftig ihr Coach sein wird.

„Das war kein Witz: Wenn jemand einen erfahrenen Trainer kennt...“, fügte der Youngster hinzu.

Raducanu trennt sich nach US Open von Coach

Kurz nach ihrem Titel-Coup in New York haben Raducanu und ihr damaliger Trainer Andrew Richardson die Zusammenarbeit beendet. Sie suche einen erfahreneren Coach, der sie künftig auf der Tour unterstützen soll.

„Ich hatte das Gefühl, dass ich jetzt wirklich jemanden brauche, der das schon durchgemacht hat und mich auf meinem Weg begleiten kann“, so Raducanu.

In Indian Wells war Richardson bereits nicht mehr dabei. Auch ihr Physiotherapeut Will Herbert, ein weiterer wichtiger Bestandteil des US-Open-Teams, fehlte. Dafür sprang Jeremy Bates, Frauen-Trainer des britischen Verbandes, ein - jedoch nur vorübergehend.

„Ich weiß nicht, wie es weitergeht, aber ich bin sicher, dass mein Team versuchen wird, eine Lösung zu finden“, machte die Grand-Slam-Siegerin deutlich. (WTA-Weltrangliste)

Für ihre Niederlage machte sie das Trainer-Chaos allerdings nicht verantwortlich: „Ich glaube nicht, dass es mich beeinflusst hat, denn ich habe nicht allzu oft auf die Box geschaut. Ich denke, das war nur eine Frage der Erfahrung. Ich habe noch eine sehr lange Zukunft vor mir.“

Emma Raducanu braucht „stabiles Lager“

Der ehemalige Tennis-Star Lindsay Davenport, der das Turnier in Indian Wells im Radio kommentierte, betonte, dass Stabilität für Raducanu der Schlüssel sei.

„Es muss sich etwas ändern, denn sie braucht ein solides, stabiles Lager und Leute, auf die sie sich verlassen kann“, sagte die US-Amerikanerin.

Dabei sei es wichtig, dass sich das junge Talent verschiedenen Menschen gegenüber öffnen kann, was nicht leicht sei: „Man ist nicht wirklich daran gewöhnt, diese Leute zu sehen - man will einfach einen Halt haben.“

Ihre weiteren Planungen wolle Raducanu „mit klarem Kopf“ angehen, versprach der Shootingstar.

Gelingt dies, dürfte auch der nächste Tennis-Triumph nicht allzu lange auf sich warten lassen.

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