Nach 16 Jahren beim FC Schalke 04 hat Benedikt Höwedes zu Saisonbeginn das Weite gesucht und sich dem italienischen Meister Juventus Turin angeschlossen.
Schalke-Trainer Domenico Tedesco kritisiert Benedikt Höwedes
Schalke-Trainer Domenico Tedesco kritisiert Benedikt Höwedes
Tedesco kartet gegen Höwedes nach
© Getty Images
Mitverantwortlich für den Weggang war sicherlich die Entscheidung des neuen Schalke-Trainers Domenico Tedesco, den Nationalspieler als Kapitän abzusetzen.
Doch nicht nur das: In den ersten Saisonspielen unter dem Deutsch-Italiener fand sich der ehemals unumstrittene Stammspieler nur auf der Bank wieder.
Nach Höwedes' Wechsel war Tedesco zunächst auf Versöhnungskurs und ließ eine Tür für die Rückkehr der Klub-Ikone offen.
"Hätte mir gewünscht, dass er den Konkurrenzkampf annimmt"
Im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung schickte der Trainer nun aber eine Spitze an seinen Ex-Schützling nach Turin: "Ich hätte mir gewünscht, dass er bleibt und den Konkurrenzkampf bei uns annimmt. Aber das muss jeder für sich entscheiden", sagte Tedesco.
Er habe Höwedes "mehrmals gesagt, dass ich mit ihm plane und er ein sehr wichtiger Baustein ist, wenn er zu hundert Prozent fit ist", ergänzte der Schalker Chefcoach.
Tedesco hatte in den ersten Saisonspielen Thilo Kehrer, Matija Nastasic und dem Brasilianer Naldo in der Schalker Abwehr den Vorzug gegeben.
Auf die Frage, ob die Gefahr bestehe, dass er durch die Höwedes-Thematik Kredit bei den Schalker Fans einbüßen könnte, antwortete Tedesco: "Das weiß ich nicht. Aber es ist doch völlig normal, dass so eine Entscheidung kontrovers diskutiert wird."
Für ihn selbst sei es wichtig gewesen, "mit der Frage offen und ehrlich umzugehen. Ich habe meine Entscheidung in der Kapitänsfrage mehrmals erläutert und die Aussage ("Reisende sollte man nicht aufhalten", Anm. d. Red.) eingeordnet und relativiert."