Darum geht Nübel nach Monaco

Darum geht Nübel nach Monaco

Alexander Nübel braucht Spielpraxis. Da er sie beim FC Bayern nicht bekommt, will er sie sich in Monaco holen. Es gibt gute Gründe für die Entscheidung.
Ein Wechsel von Alexander Nübel rückt näher. Nach SPORT1-Informationen befindet sich der Bayern-Keeper schon auf dem Weg zu seinem neuen Klub.
Nübel auf dem Weg zu neuem Klub
00:39
Florian Plettenberg
Carsten Arndt
von Carsten Arndt, Florian Plettenberg
am 26. Juni

Alexander Nübel und das Kapitel FC Bayern, vorerst ist es geschlossen.

Der 24 Jahre alte Torhüter kehrt den Münchnern den Rücken, im Gegenzug holen die Bayern Sven Ulreich zurück. In der kommenden Saison wird Nübel nach SPORT1-Informationen auf Leihbasis bei der AS Monaco zwischen den Pfosten stehen.

Das tat er beim FCB zumeist nur im Training. "Uns war klar, dass Alexander diese Rolle ein Jahr spielen kann, die er jetzt spielt. Ein zweites Jahr kann es so nicht geben, denn das Thema Spielpraxis ist wichtig für ihn. Wir versuchen gerade, mit dem FC Bayern eine Lösung zu finden", erklärte Nübels Berater Stefan Backs im März.

Die Konsequenz: Der talentierte Keeper geht nun einen Umweg hin zu seinem nach wie vor großen Ziel, die Nummer eins beim FC Bayern zu werden.

Alexander Nübel: Mit Monaco auf internationalem Parkett

Ein wichtiger Punkt bei Nübels Entscheidung für die Monegassen: Sollte er den Zweikampf mit dem 30 Jahre alten Benjamin Lecomte gewinnen (laut der französischen Sporttageszeitung L'Équipe hat Nübel keine Garantie auf einen Stammplatz), wird er auf jeden Fall international spielen.

Monaco nimmt als Dritter der abgelaufenen Saison in der Ligue 1 an der Qualifikation zur Champions League teil, spielt bei einem Scheitern im schlimmsten Fall also in der Europa League.

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Zudem bemühte sich Monacos Sportdirektor Paul Mitchell nicht zum ersten Mal um Nübels Dienste. Bereits zu seiner Zeit als Chefscout bei RB Leipzig hatte der 39-Jährige, der nun beim Ligue-1-Klub die Fäden zieht, um den ehemaligen deutschen U21-Nationaltorhüter geworben.

Und dann ist bei der AS ja auch noch Niko Kovac tätig, der Nübel zu seinen Zeiten als Bayern-Trainer als "sehr guten Spieler" bezeichnet hatte, als erstmals Gerüchte über einen Wechsel in die bayerische Landeshauptstadt aufkamen.

Da Kovac im November 2019 entlassen wurde, bekam er nicht mehr die Chance, mit Nübel zu arbeiten. Nun gibt es einen neuen Anlauf.

Macht es Nübel wie Volland?

Und nicht zuletzt das Beispiel Kevin Volland hat gezeigt, dass der Schritt ins Ausland - und im Speziellen nach Monaco - der Karriere neuen Auftrieb geben kann.

In seiner ersten Saison unter Kovac war der ehemalige Leverkusener in 40 Pflichtspielen an 26 Treffern direkt beteiligt - und wurde mit einer Nominierung für die EM belohnt.

Nun will sich also auch Nübel im Fürstentum für höhere Aufgaben empfehlen - bis dann 2023 seine Stunde in München schlägt?

Dann läuft sowohl Nübels Leihe als auch der Vertrag von FCB-Stammtorhüter Manuel Neuer aus.