Holt Frankfurt nächstes Top-Talent?

Holt Frankfurt nächstes Top-Talent?

Yusuf Demir zählt zu den begehrtesten Juwelen in Europa. Auch Eintracht Frankfurt mischt im Rennen um den 18 Jahre alten Offensivallrounder mit.
Borussia Dortmund soll großes Interesse an einer Verpflichtung von Offensiv-Juwel Yusuf Demir haben. Der 17-Jährige soll auch in den Zukunftsplanungen von Barca-Trainer Ronald Koeman eine Rolle spielen.
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Christopher Michel
von Christopher Michel
am 26. Juni

Wenn ein Spieler, der erst seit wenigen Wochen 18 Jahre alt ist, bereits 38 Pflichtspiele für eine Profimannschaft absolviert hat und an 13 Treffern beteiligt war, dann ist der Begriff Top-Talent nicht zu hoch gegriffen.

Yusuf Demir steht deshalb nicht nur bei Borussia Dortmund oder dem FC Barcelona auf der Liste. Nach SPORT1-Informationen beschäftigt sich auch Eintracht Frankfurt mit dem Österreicher von Rapid Wien (Spielplan und Ergebnisse der Bundesliga).

Nach Blanco: Holt die Eintracht mit Demir ein weiteres Toptalent?

Demir würde bestens ins Beuteschema der Hessen passen. Hochtalentiert, flexibel auf allen Offensivpositionen einsetzbar, ehrgeizig und entwicklungsfähig. Die Eintracht hat in den vergangenen Jahren bewiesen, dass sie genau solche Spieler auf das nächste Level heben kann. Der jetzige Direktor Profifußball und vorherige Chefscout Ben Manga war oftmals viel früher da als die Konkurrenz.

Frankfurt hat sich zuletzt schon bei Fabio Blanco durchsetzen und den Spanier verpflichten können - obwohl mit Juventus Turin, dem FC Barcelona oder Olympique Marseille hochkarätige Konkurrenz mitmischte. Doch der Teich, in dem die Hessen angeln, ist kleiner geworden, als es noch vor vier oder fünf Jahren der Fall war. Inzwischen suchen auch sogenannte "End"-Klubs, zu denen unter anderem der FC Bayern München oder Real Madrid gehören, schon frühzeitig nach den Perlen.

Der Transfer von Fabio Blanco war für Eintracht Frankfurt ein echter Coup. Das große Talent des FC Valencia wurde nach SPORT1-Infos von vielen europäischen Spitzenklubs gejagt.
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Die Corona-Krise hat auch bei den Spitzenklubs zu einem Umdenken geführt.

Eintracht inzwischen eine attraktive Adresse für Talente

Aber die Eintracht ist zu einer attraktiven Adresse herangewachsen. Die Karrierewege von Spielern wie Sébastien Haller, Luka Jovic oder Ante Rebic blieben nicht unbemerkt, Profis wie Filip Kostic, André Silva oder Amin Younes konnten ihrem Werdegang neuen Schwung verleihen. Zudem locken europäisches Geschäft und Stabilität, die Eintracht ist trotz Umsatzhalbierung bislang sehr gut durch die Krise gekommen.

Dass Demir in Wien bleibt, ist eher unwahrscheinlich. Sein Vertrag läuft noch bis 2022, eine Verlängerung wird angesichts der Entwicklung schwierig. Für Rapid besteht somit letztmals die Möglichkeit, eine Ablöse zu generieren. "Ich bin ehrgeizig und will spielen. Dafür trainiert man tagtäglich und dann will man seine Leistung auch abrufen", sagte der damals noch mit 17 Jahren auch vor dem Mikrofon sehr klar auftretende Angreifer zuletzt in einem Interview bei Sky Österreich.

Abgänge: Fällt bei der Eintracht ein Dominostein?

Bei den Hessen bestünde die Möglichkeit auf Spielpraxis für Demir eher als etwa in Barcelona oder Dortmund. In Frankfurt hängt jedoch vieles von den Abgängen ab. (Wann) fällt der erste Dominostein?

Aktuell gibt es keine Bewegung, nach SPORT1-Informationen liegen bislang keine Angebote auf dem Tisch von Sportvorstand Markus Krösche. Vor dem Trainingsauftakt am Dienstag bleibt es höchstwahrscheinlich ruhig. Der neue Trainer Oliver Glasner und die Spieler wollen sich erst kennenlernen.

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Nur bei Verkäufen wäre Platz für Demir

Für Demir müsste die Eintracht wohl rund acht bis zehn Millionen Euro investieren.

Sollten Top-Spieler wie Kostic und Silva den Klub verlassen und hohe Ablösen in die Kasse spülen, wäre Platz und Geld für eines der größten Talente Europas vorhanden.