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Haaland-Nachfolge: So läuft die Suche

Haaland-Nachfolge: So läuft die Suche

Noch ist offen, ob Erling Haaland den BVB nach der Saison verlässt. Trotzdem fahndet Dortmund bereits europaweit nach einem Nachfolger. Im SPORT1-Podcast „Die Dortmund-Woche“ werden einige Kandidaten genannt.
Borussia Dortmunds Geschäftsführer geht beim Thema Erling Haaland und seiner potenziellen Ausstiegsklausel im STAHLWERK Doppelpass aus dem Sattel.
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von SPORT1

Geht er oder bleibt er?

Diese Frage zu Top-Stürmer Erling Haaland wird den BVB noch eine ganze Weile begleiten. (Champions League: Borussia Dortmund - Sporting Lissabon, Di. ab 21 Uhr im LIVETICKER)

Im STAHLWERK Doppelpass auf SPORT1 hat Hans-Joachim Watzke den Fans nun Hoffnung gemacht: „Es ist ja auch nicht wirklich entschieden, ob er denn im Sommer geht. Warten wir doch mal ab“, sagte der BVB-Boss am Sonntag. „Der Schlüssel liegt nur bei Erling, er alleine entscheidet.“

  • Die „Dortmund-Woche“ ist auf podcast.sport1.de, in der SPORT1 App sowie auf den gängigen Streaming-Plattformen Spotify, Apple Podcasts, Google Podcast, Amazon Music, Deezer und Podigee abrufbar

Haaland kann dank Ausstiegsklausel gehen

Nach dieser Saison kann der 21 Jahre alte Norweger den BVB dank einer Ausstiegsklausel in Höhe von 75 bis 90 Millionen Euro verlassen.

Klar ist: Im Hintergrund beschäftigen sich die Dortmund-Macher um Manager Michael Zorc, dessen Nachfolger Sebastian Kehl sowie Kaderplaner Edin Terzic und Chefscout Markus Pilawa längst mit potenziellen Nachfolgern.

Im neuen SPORT1-Podcast „Die Dortmund-Woche“ blicken die Reporter Patrick Berger und Oliver Müller hinter die Kulissen des Pott-Klubs und geben einen Einblick, wie die Suche nach dem Haaland-Nachfolger abläuft. (KOMMENTAR: BVB braucht einen Haaland-Backup)

Der BVB-Boss charakterisiert im Stahlwerk Doppelpass den 16-jährigen Youssoufa Moukoko und erklärt, weshalb er großes Vertrauen zum Stürmer hat.
01:17
Watzke über Moukoko: "Ehrgeizig und ungeduldig"

30 BVB-Scouts fahnden nach Nachfolger

Die rund 30 Scouts fahnden europaweit nach Mr. X. Das Beuteschema: 19 bis 24 Jahre. Im besten Fall soll es wieder ein günstiges Schnäppchen sein - wie damals bei Haaland, der für 20 Millionen Euro aus Salzburg gekommen war.

Das wird allerdings alles andere als leicht. Die Auswahl an günstigen Top-Talenten ist sehr begrenzt, die finanziellen Mittel der Borussia mit Blick auf die Corona-Pandemie auch. (NEWS: Alles zum Transfermarkt im SPORT1-Transferticker)

Überhaupt muss sich der BVB die Frage nach der Ablöse stellen: Wird der Haaland-Nachfolger ein Rekord-Mann? Zur Erinnerung: Mit 31,5 Millionen Euro ist Mats Hummels (kehrte 2019 vom FC Bayern zurück) weiterhin der Rekord-Zugang der Dortmunder.

Die BVB-Bosse sollen indes bereit sein, zwischen 30 und 40 Millionen Euro für einen Haaland-Ersatz locker zu machen.

Martial als 1:1-Ersatz für Haaland

Zwei spannende Kandidaten gibt es derweil in Frankreich. Dänen-Stürmer und EM-Fahrer Kasper Dolberg (23/Marktwert: 22 Millionen Euro) sowie Amine Gouiri (21/30 Mio.) von OGC Nizza sind ins Visier der BVB-Scouts gerutscht und werden weiterhin beobachtet.

Anthony Martial wurde zuletzt mit dem BVB in Verbindung gebracht. Der 25 Jahre alte Mittelstürmer von Manchester United wäre von der Position her ein 1:1-Ersatz für Haaland.

Im Topspiel der Bundesliga fehlten Marco Rose sein Superstürmer und sein Kapitän. Ausfälle, die der BVB gegen Gladbach nicht kompensieren kann.
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Kein Reus, kein Haaland: Hat der BVB ein Kader-Problem?

Martial, der hauptsächlich als Mittelstürmer, aber auch auf die Flügel ausweichen kann, ist zurzeit unzufrieden mit seiner Situation. In Manchester ist er nur noch Stürmer Nummer drei hinter Cristiano Ronaldo und Edinson Cavani.

Nach SPORT1-Informationen würden die „Red Devils“ den Franzosen (Marktwert: 45 Millionen Euro) bei einem Angebot von 50 bis 55 Millionen Euro im Sommer ziehen lassen.

So eine hohe Summe würde der BVB allerdings nicht ausgeben. Schon 2018 war Martial ein Kandidat in Dortmund. Zurzeit ist die Spur zu Martial allerdings (noch) kalt.

Dortmund plant Sondierungsgespräche im Winter

Überhaupt werden sich die Dortmunder in ihrer „Elefantenrunde“ erst in Richtung Winter intensiver mit möglichen Haaland-Nachfolgern auseinandersetzen.

Dann soll es auch tiefergehende Sondierungsgespräche mit der Haalands Berater Mino Raiola und Papa Alf-Inge gegeben haben und klar sein, zu was der Norweger tendiert - Abgang oder Verbleib?

Der BVB lässt Scouts bereits nach einem möglichen Nachfolger von Erling Haaland fahnden
Der BVB lässt Scouts bereits nach einem möglichen Nachfolger von Erling Haaland fahnden

Weiterhin interessant ist die Personalie Noni Madueke. Der 19 Jahre alte Engländer gilt als eines der größten Talente in der holländischen Eredivisie. Für PSV Eindhoven schoss er in dieser Saison schon sechs Treffer in 14 Spielen.

Der rechte Flügelstürmer wäre allerdings kein Haaland-Ersatz, sondern der verspätete Nachfolger für Jadon Sancho (ging zu Manchester United). Im Sommer besuchten Vater Madueke und der Berater des Spielers bereits das Trainingsgelände in Brackel.

Nach seiner jüngsten Vertragsverlängerung in Eindhoven gestaltet sich ein Transfer allerdings als schwierig. PSV will nach SPORT1-Informationen bis zu 40 Millionen Euro für sein Sturm-Juwel haben.

Martínez kein ernsthafter Kandidat für den BVB

Kein ernsthafter Kandidat in Dortmund ist dagegen Lautaro Martínez.

Die Borussia hat sich mit dem 24 Jahre alten Argentinier von Inter Mailand (schon vier Serie-A-Tore in fünf Spielen) beschäftigt.

Das Gesamtpaket aus Gehalt plus einer möglichen Ablöse wäre definitiv zu teuer, zumal finanzstärkere Klubs wie Tottenham und Atletico auch dran sind.

Der BVB hat Verletzungssorgen zu kämpfen. Vor dem Champions-League-Duell gegen Sporting Lissabon gibt es jedoch etwas Hoffnung.
02:06
Verletzungssorgen beim BVB: Das ist der Stand der Dinge

Schwieriger Job für Zorc auf der Zielgeraden

Die Suche nach dem Haaland-Nachfolger – sie hat längst Fahrt aufgenommen, gestaltet sich allerdings als äußerst schwierig.

Auf der Zielgeraden muss Top-Manager Zorc (hört im Sommer nach über 20 Jahren auf) nochmal einen seiner schwierigsten Jobs erledigen. Oder zaubert er mit seinem Team einen unbekannten „No-Name“ - wie damals Haaland - aus dem Hut?

Watzke verspricht jedenfalls: „Wenn Erling irgendwann mal gehen sollte: Auf eines können sich unsere Leute verlassen: Wir werden wieder einen bekommen!“

Im neuen Podcast „Die Dortmund-Woche“ sprechen SPORT1 Chefreporter Patrick Berger und SPORT1 Reporter Oli Müller über die aktuellen Themen bei Borussia Dortmund. In Folge 2 wird die Abhängigkeit der Schwarz-Gelben von Erling Haaland anhand von aussagekräftigen Statistiken beleuchtet. Außerdem sprechen die beiden über den furiosen Doppelpass-Auftritt von Hans-Joachim Watzke und sie decken auf, wie im Hintergrund die Suche nach einem Nachfolger von Erling Haaland abläuft. Jetzt reinhören! Der SPORT1-Podcast „Die Dortmund-Woche“ ist ab sofort immer dienstags auf podcast.sport1.de, in der SPORT1 App und auf den gängigen Streaming-Plattformen Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music, Deezer und Podigee abrufbar.