Der Rüdiger-Poker ist in vollem Gange

Der Rüdiger-Poker ist in vollem Gange

Antonio Rüdiger hat sich dank starker Leistungen in eine vorteilhafte Verhandlungsposition um einen neuen Vertrag gebracht. Seine Zukunft ist völlig offen.
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05:23
Patrick Berger
Florian Plettenberg
von Florian Plettenberg, Patrick Berger
am 8. Sept

Aktuell spielt er so stark wie noch nie!

Die Rede ist von Antonio Rüdiger, der auch unter dem neuen Bundestrainer Hansi Flick eine tragende Rolle in der DFB-Defensive spielt.

Der 28 Jahre alte Innenverteidiger ist derzeit in Topform. Aus seinem Umfeld ist zu hören, dass er derzeit sogar in der besten Form seines Lebens sei.

Vor allem, weil ihn und Trainer Thomas Tuchel beim FC Chelsea ein exzellentes Verhältnis verbindet. Tuchel wollte ihn bereits zu Paris Saint-Germain locken, nachdem er bei Chelsea unter Ex-Trainer Frank Lampard nicht mehr zum Stammpersonal zählte. (NEWS: Alles zum Transfermarkt im SPORT1-Transferticker)

Top-Klubs haben Rüdiger im Blick

Im SPORT1-Interview sagte er nach dem Champions-League-Triumph: Ich bin sehr froh, dass sich das bei Chelsea alles so entwickelt hat. Mein Verbleib war im Nachhinein die bestmögliche Entscheidung.“

Aber wie lange arbeiten Rüdiger und Tuchel noch erfolgreich zusammen?

Nach SPORT1-Informationen haben vor rund einem Monat erste Gespräche über eine mögliche Vertragsverlängerung stattgefunden. Denn Rüdigers Arbeitspapier beim FC Chelsea läuft 2022 aus. Für ihn verhandelt sein Bruder Sahr Senesie, für die Engländer sitzt Transfer-Direktorin Marina Granovskaia am Verhandlungstisch.

Bleibt er bei den Blues? Geht er nochmal ins Ausland oder kehrt Rüdiger in die Bundesliga zurück? Derzeit ist alles offen. Der gebürtige Berliner soll auch noch keine klare Tendenz haben.

Fakt ist, dass viele europäische Topklubs seine Situation genau im Blick haben. Denn in der Defensive besticht er mit seiner Physis, zudem kann Rüdiger sowohl in der Vierer- als auch in der Dreierkette spielen.

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Rüdiger kann ab Januar verhandeln

Um Rüdiger von einem neuen Vertrag zu überzeugen, müssen sich die Londoner allerdings mächtig strecken. Denn anders als seine Mitspieler Timo Werner und Kai Havertz (je über 15 Millionen Euro pro Jahr) zählt Rüdiger bei weitem nicht zu den Topverdienern und verdient weniger als zehn Millionen Euro.

Im Juli 2017 war er für 35 Millionen Euro vom AS Rom nach London gekommen.

Hinzukommt, dass Rüdiger ab Januar mit interessierten Vereinen frei verhandeln kann. Für ihn wie auch zahlreiche andere Top-Spieler, deren Verträge 2022 auslaufen, stünde neben einem neuen Vertrag auch ein ordentliches Handgeld für die neue Vertragsunterschrift im Raum.

Rüdiger jedenfalls will sich Zeit lassen. Am Mittwochabend steht für den 46-maligen Nationalspieler ohnehin erstmal die nächste Prüfung an, denn mit der deutschen Nationalmannschaft will er in Island WM-Qualifikation: Island - Deutschland, ab 20.45 Uhr im LIVETICKER) den Vorsprung an der Tabellenspitze der WM-Qualifikations-Gruppe ausbauen.