Es war ein Abschied, den beide Seiten gerne verhindert hätten. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)
Transfermarkt: Ehemaliger SC Freiburg Profi Chang-Hoon Kwon wechselt zu Militärklub
Fix! Ex-Freiburger unterschreibt bei Militärklub
Als Chang-Hoon Kwon den SC Freiburg im vergangenen Sommer verließ, geschah das nämlich keineswegs aus freien Stücken. Der Südkoreaner musste seinen Militärdienst absolvieren, der in seiner Heimat für jeden Mann verpflichtend ist.
Um diesen Dienst mit seiner Karriere als Profifußballer zu verbinden, musste Kwon allerdings einen Umweg gehen und vor seinem Wechsel ein halbes Jahr in einer koreanischen Profiliga spielen. Und so kam es, dass der 27-Jährige den Regularien folgend zunächst für ein halbes Jahr in der K-League-1 bei den Suwon Bluewings auf Torejagd ging, ehe er nun für die Zeit seines Militärdienstes bei Gimecheon Sangmu unterkommt. (NEWS: Alles zum Transfermarkt im SPORT1-Transferticker)
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Beim südkoreanischen Erstligisten bekommt der Flügelstürmer nicht nur die Gelegenheit, sich fußballerisch auf Profiniveau fit zu halten, sondern auch einen Vertrag bis Sommer 2023, bei dessen Ende er mit 29 Jahren immer noch im besten Fußball-Alter sein wird.
Heung-Min Son entging seinerzeit den Militärdienst
Von der umstrittenen Regelung in Südkorea sind auch Profifußballer nicht ausgenommen, die den Dienst spätestens bis zum Beginn des 27. Lebensjahres angetreten haben müssen - ein Alter, in dem sich die meisten Profisportler rund um ihren Karrierehöhepunkt befinden.
Von der anderthalb Jahre andauernden Ausbildung können sich im Fußball nur Profis befreien lassen, die mit Südkorea die Asienspiele gewinnen oder eine Medaille bei den Olympischen Spielen holen.
So konnten sich unter anderem die ehemaligen Bundesliga-Profis Hee-Chan Hwang, Dong-Won Ji und Heung-Min Son vor der Zwangspause retten. Letzterer musste dadurch beispielsweise lediglich eine dreiwöchige Grundausbildung absolvieren, ehe er zu den Spurs zurückkehren durfte.
Wie es für Chang-Hoon Kwon im Sommer 2023 weitergeht, ist derweil noch ungewiss. Offiziell kehrt er dann zu den Bluewings zurück, sollte er sich bis dahin für höhere Aufgaben empfehlen, steht einer Rückkehr nach Europa allerdings nichts im Weg.