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Ajax-Boss spricht über BVB-Poker um Mittelfeld-Star

Ajax-Boss spricht über BVB-Poker

Borussia Dortmund buhlte im Sommer an Edson Álvarez, zu einem Transfer kam es aber nicht. Ajax-Boss Sven Mislintat bezieht nun zu den Verhandlungen Stellung. Zudem spricht er über eine mögliche Rückkehr ins Ruhrgebiet.
Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel von Borussia Dortmund gegen den 1. FC Köln spricht Edin Terzic über Donyell Malen.
Borussia Dortmund buhlte im Sommer an Edson Álvarez, zu einem Transfer kam es aber nicht. Ajax-Boss Sven Mislintat bezieht nun zu den Verhandlungen Stellung. Zudem spricht er über eine mögliche Rückkehr ins Ruhrgebiet.

Zu Beginn der Transferperiode hatte Borussia Dortmund Edson Álvarez als Wunschlösung für die Nachfolge von Jude Bellingham ausgemacht. Die Verantwortlichen waren überzeugt, dass der Spieler von Ajax Amsterdam der richtige Mann sei.

Am Ende kam es aber allerdings anders. Die Verhandlungen platzten und Borussia Dortmund holte stattdessen Felix Nmecha und Marcel Sabitzer.

Nun hat sich Ajax-Sportdirektor Sven Mislintat zu den Gesprächen geäußert. „Dortmund und die Partei Álvarez waren in ihren Gesprächen meines Wissens extrem weit. Ich habe fest damit gerechnet, dass die Borussia ihn holt“, schilderte der Funktionär im kicker-Interview.

„Es gab nie ein offizielles Angebot der Borussia an uns“

Den entscheidenden Schritt ging der BVB jedoch nicht. „Was die beiden Klubs angeht, muss ich das jedoch klar verneinen: Es gab nie ein offizielles Angebot der Borussia an uns“, betonte der gebürtige Dortmunder.

Dabei sieht er die Forderung von kolportierten 35 Millionen Euro als angemessen an. „Meiner Meinung nach ist Edson einer der besten alleinstehenden Sechser, die zu einem rational begründbaren Preis auf dem Markt waren“, so Mislintat.

Vielleicht hätte in den Verhandlungen das Geschick des ehemaligen Chefscouts der Schwarz-Gelben helfen können. Schließlich war eine Rückkehr zu seinem früheren Arbeitgeber durchaus möglich.

BVB-Rückkehr? Das sagt Mislintat

„Bevor ich in Stuttgart verlängert habe, war das eine ernste Überlegung. Von meiner Seite bestand auch eine gewisse Offenheit für das Thema, als Sportdirektor zurückzukehren, daraus habe ich nie einen Hehl gemacht“, berichtete er. Diese Rolle hat nun Sebastian Kehl inne, der im Juli vergangenes Jahres in die Fußstapfen von Michael Zorc getreten ist.

Dennoch verfolgt Mislintat weiterhin die Entwicklungen beim BVB sehr genau. Entsprechend hart traf es ihn, dass der Klub auf der Ziellinie den Titel noch verspielt hat.

„So leicht wird es vermutlich nicht noch einmal werden. Es ist ja nicht nur so, dass Bayern München die schlechteste Saison seit vielen Jahren gespielt hat. Etwas übertrieben formuliert: Mit 71 Punkten wäre man in manchen Jahren soeben als Vierter noch in die Champions League gerutscht, jetzt hätte das fast zum Titel gereicht“, meinte der 50-Jährige.

Dieses dramatische Finale kann aus seiner Sicht durchaus Narben hinterlassen: „Sie (die Meisterschaft, Anm. d. Red.) wie in diesem Fall zu verpassen, hat allen richtig wehgetan. Ich hoffe, dass sie in Dortmund schnell wieder aufstehen.“