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Hoffenheim fädelt brisanten Transfer-Coup ein

Hoffenheim fädelt brisanten Coup ein

Die TSG Hoffenheim sichert sich die Dienste eines Schweizer Offensiv-Talents. Der Deal schmerzt den bisherigen Klub.
Andreas Schicker spricht exklusiv bei SPORT1 über die TSG Hoffenheim, Dietmar Hopp und den Machtkampf in Sinsheim.
Die TSG Hoffenheim sichert sich die Dienste eines Schweizer Offensiv-Talents. Der Deal schmerzt den bisherigen Klub.

Es ist ein bemerkenswerter Transfer. Stürmer Alessandro Vogt gilt als eines der interessantesten Offensivtalente der Schweiz - und wird im Sommer zur TSG Hoffenheim wechseln.

Den Medizincheck hat der 21 Jahre alte Angreifer bereits absolviert, der Vertrag ist unterschrieben. Vogt erhält in Hoffenheim einen Fünfjahresvertrag, weiß SPORT1.

Brisant ist vor allem ein Detail: Vogts bisher bis 2029 laufender Vertrag beim Schweizer Erstligisten FC St. Gallen enthält eine Ausstiegsklausel in Höhe von 2,5 Millionen Franken (rund 2,75 Millionen Euro). Eine Summe, die in Branchenkreisen für Verwunderung sorgt – und die bei der TSG entsprechend positiv bewertet wird.

Hoffenheim-Neuzugang Vogt mit starken Zahlen und viel Potenzial

Beim FC St. Gallen zählt Vogt zu den Leistungsträgern. Mit 14 Treffern ist er bester Torschütze seines Klubs, der derzeit auf Rang zwei der Tabelle steht, und gehört auch ligaweit zu den erfolgreichsten Angreifern. Er bringt Tempo, Abschlussstärke und Physis mit – Attribute, die ihn für höhere Aufgaben interessant machen.

Trainer Enrico Maaßen, der vor seiner Zeit in der Schweiz den FC Augsburg betreute, hätte seinen Torjäger entsprechend gerne gehalten. Der Wechsel war angesichts der vertraglich fixierten Ablöse jedoch kaum zu verhindern.

Vogts Marktwert wird bei transfermarkt.de aktuell auf sechs Millionen Euro geschätzt – mit steigender Tendenz. In Branchenkreisen gilt es als gesichert, dass man unter regulären Marktbedingungen eine deutlich höhere Ablöse hätte erzielen können.

Empfindlicher Verlust für St. Gallen

Umso überraschender wirkt die vergleichsweise niedrige Ausstiegsklausel. St. Gallen verliert damit seinen treffsichersten Angreifer unter Marktwert – sportlich wie wirtschaftlich ein empfindlicher Verlust.

Bei der TSG Hoffenheim registrierte man die Höhe der Klausel offenbar mit Zufriedenheit. Für eine im Bundesliga-Vergleich überschaubare Summe sichert sich der Klub einen entwicklungsfähigen Stürmer mit Perspektive.

Sollte Vogt den nächsten Schritt gehen, besitzt der Transfer auch wirtschaftlich Potenzial. Eine positive Entwicklung in der Bundesliga könnte seinen Marktwert in den kommenden Jahren deutlich steigern. (NEWS: Alles zum Transfermarkt im SPORT1-Transferticker)

Die Bundesliga als nächster Schritt für Vogt

Sportlich bedeutet der Wechsel den nächsten Karriereschritt. Mit seinen Leistungen in dieser Saison hat sich Vogt verstärkt in den Fokus gespielt. Der Schritt in die Bundesliga kann seine Rolle im Hinblick auf internationale Einsätze zusätzlich stärken.

Perspektivisch ist der sechsmalige Schweizer U21-Nationalspieler (zwei Tore) damit auch ein Kandidat für die A-Nationalmannschaft der Eidgenossen.

Aktuell geht es für Vogt aber noch aussichtsreich in die heiße Phase der Saison. Zwar scheint die Meisterschaft angesichts von 14 Punkten Rückstand auf das Überraschungsteam FC Thun nicht mehr allzu realistisch, aber im Pokal kämpft St. Gallen um den Einzug ins Finale.

Und auch die Hoffenheimer dürften genauer hinschauen, wie sich ihr zukünftiger Spieler dabei schlägt.