Sacha Boey hat beim FC Bayern München keine Zukunft mehr. Der Franzose hat neben Joao Palhinha und Bryan Zaragoza die Erlaubnis, den Klub zu verlassen.
FC Bayern: Darum ist eine Boey-Rückkehr zu Galatasaray geplatzt
Regel wird Boey zum Verhängnis
„Wir haben ganz offen kommuniziert, dass wir bei den drei Spielern sehr offen sind, sie abzugeben“, hatte Sportvorstand Max Eberl am Mittwoch kommuniziert. In den Planungen des deutschen Rekordmeisters spiele Boey „keine Rolle“.
Verhindert eine bestimmte Regel die Boey-Rückkehr?
Schon vergangene Saison war der Franzose in München außen vor. Die Rückrunde verbrachte der Verteidiger auf Leihbasis bei seinem Ex-Klub Galatasaray Istanbul, von dem er erst im Januar 2024 für eine Ablöse in Höhe von 30 Millionen Euro nach München gewechselt war.
Wie die Bild berichtet, hatte sich Galatasaray Istanbul mit einer festen Rückholaktion des 25-Jährigen beschäftigt und war demnach bereit, zwischen zehn und 15 Millionen Euro Ablöse in Boey zu investieren. Doch eine Regelung in der Türkei soll Galatasaray dazu bewegt haben, Abstand von einer festen Verpflichtung zu nehmen.
In der türkischen Süper Lig gilt auch in der anstehenden Saison 2026/27 die sogenannte „10+4-Ausländerregelung“. Das teilte der türkische Fußballverband TFF vor der Saison mit. In einer Erklärung des Verbands wird klargestellt, dass die 18 Erstligisten maximal 14 ausländische Fußballspieler auf ihrer offiziellen A-Mannschaftsliste registrieren dürfen, diese Gesamtzahl jedoch an strenge Alterskriterien gekoppelt ist. Für zehn der 14 Spieler gilt keine Altersbeschränkung, vier der 14 Spieler müssen jedoch mindestens am 1. Januar 2003 oder später geboren sein.
Der Verband erhofft sich durch diese Regelung eine deutliche Verjüngung der Kaderstrukturen und eine nachhaltigere Förderung von Nachwuchsspielern.
Galatasaray-Coach Buruk spricht über Boey
Ein fester Transfer von Sacha Boey zu Galatasaray Istanbul birgt daher Schwierigkeiten. Gala-Cheftrainer Okan Buruk hatte in einem Interview in den vergangenen Wochen erklärt, dass man aufgrund der neuen Ausländerregel keine Maßnahmen in Bezug auf Spieler wie Boey oder den Niederländer Noa Lang ergreifen könne, die in der vergangenen Saison auf Leihbasis für den Verein gespielt hatten.
Derzeit befinden sich 15 Spieler ausländischer Herkunft im Kader von Galatasaray, Platz für Boey wäre im Moment nicht. Sollte der türkische Meister noch Platz für einen weiteren ausländischen Spieler schaffen, möchte sich der Klub laut Bild diesen Kaderplatz für einen anderen Spieler aufsparen. Deshalb nahm Galatasaray Abstand von einer Boey-Verpflichtung.
In München besitzt der Verteidiger noch einen Vertrag bis 2028. Für den FC Bayern kam er bislang in 38 Pflichtspielen zum Einsatz.