Transfermarkt>

Diomande-Wechsel zu Real Madrid stockt Leipzig will 100 Mio

Fall Diomande landet wohl bei FIFA

Streit um Provisionen und Bildrechte: Mehrere Agenturen haben bei Yan Diomande offenbar die Finger im Spiel - und lassen so dessen Wechsel zu Real stocken.
Der Transfer von Yan Diomande zu Real Madrid stockt
Der Transfer von Yan Diomande zu Real Madrid stockt
© IMAGO/motivio
Streit um Provisionen und Bildrechte: Mehrere Agenturen haben bei Yan Diomande offenbar die Finger im Spiel - und lassen so dessen Wechsel zu Real stocken.

Der geplante Wechsel von Yan Diomande vom RB Leipzig zu Real Madrid ist nach Informationen der spanischen Zeitung Marca ins Stocken geraten. Grund ist demnach ein juristischer Konflikt zwischen Maxidel Management, der früheren Agentur des Ivorers, und dessen aktuellem Vertreter Roc Nation.

Parallel erschwert Leipzig die Gespräche wohl ohnehin: Der Bundesligist soll demnach mehr als 100 Millionen Euro für den Offensivspieler verlangen.

Im Kern geht es um die Provision des möglichen Transfers – der Streit ist laut Marca bereits bei der FIFA gelandet. Bei Real habe das für erheblichen Unmut gesorgt, weil die Madrilenen mit Roc Nation verhandelten, ohne von der Auseinandersetzung mit Maxidel (Eigentümer: Max Gradel) erfahren zu haben.

Hat bei Diomande auch noch eine dritte Partei die Finger im Spiel?

Maxidel behaupte, bis zu Diomandes Abgang aus Leipzig weiterhin die Rechte am Spieler zu besitzen und beschwerte sich daher wohl beim Weltverband – Real müsste damit womöglich parallel mit Maxidel sprechen. Und die FIFA könnte den Transfer wegen der undurchsichtigen Situation sogar stoppen, schreibt die As.

Erstaunlicherweise soll es aber sogar noch weitere Problemfelder geben: Ein ehemaliger Vertreter namens Dez Bamba sowie die Firma Rainbow sollen ebenfalls in gegenseitigen Klagen verstrickt sein – unter anderem wegen Bildrechten.

Für Real ist das heikel, weil der Klub üblicherweise 50 Prozent der Verwertung der Bildrechte seiner Spieler übernimmt und dieser Punkt sauber geklärt sein muss.

So kam es zu der Diomande-Situation

Diomande (geboren am 14. November 2006) machte früh in Abidjan auf sich aufmerksam, als er für die Akademie AFI Sud Comoé spielte, deren Präsident Dez Bamba war. Der Durchbruch kam bei einem U-17-Turnier in Ghana im Jahr 2022, bei dem er fünf Tore erzielte.

Eine russische Akademie (FC Vista) zeigte Interesse, doch Bamba blockte – stattdessen bekam Blue Crow, eine Investorengruppe aus Houston, mit Stationen in Dubai und einer Spielerakademie in Daytona Beach (Florida), den Zuschlag. Blue Crow gehört zum Unternehmen Rainbow.

In den USA spielte Diomande unter anderem für die Yulee Hornets und Frenzi, große Klubs wie Bournemouth, Glasgow Rangers, Crystal Palace oder Chelsea sollen angefragt haben – teils standen Summen von acht oder neun Millionen Euro im Raum.

Im November 2024 stieß Diomande zu Leganés, debütierte am 29. März 2025 gegen Real Madrid in LaLiga und tauschte dabei kurioserweise sein Trikot mit Kylian Mbappé – nun droht der Berater-Zoff den nächsten Schritt nach Madrid auszubremsen.

Abonniere den Fußball-Newsletter und bleib immer am Ball! Alle Tore, Transfers und News aus den internationalen Top-Ligen direkt in dein Postfach