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Real Madrid fürchtet den Vinícius-Schock

Real droht der Vinícius-Schock

Vinícius Júnior gilt als einer der zentralen Leistungsträger von Real Madrid. Doch ausgerechnet er könnte die Königlichen bald verlassen. Die Anzeichen eines möglichen Wechsels verdichten sich und mit Arsenal lauert einer der Top-Konkurrenten. Hat Vinícius den Rückhalt in Madrid verspielt?
Nach Arsenals Testspielniederlage gegen Betis Sevilla müssen sich Mikel Arteta und Riccardo Calafiori Fragen zu den anhaltenden Transferspekulationen um Vini Jr. und Bruno Guimarães stellen. Konkrete Aussagen vermeiden jedoch beide.
Alina Heidenreich
Vinícius Júnior gilt als einer der zentralen Leistungsträger von Real Madrid. Doch ausgerechnet er könnte die Königlichen bald verlassen. Die Anzeichen eines möglichen Wechsels verdichten sich und mit Arsenal lauert einer der Top-Konkurrenten. Hat Vinícius den Rückhalt in Madrid verspielt?

Was als Erfolgsgeschichte bei Real Madrid begann, hat sich inzwischen zu einem brisanten Vertrags-Drama entwickelt. Als der damals 18 Jahre alte Vinícius Júnior im Jahr 2018 zu den Königlichen kam, verlief sein Start alles andere als reibungslos. Unsicherheiten, vergebene Chancen und Kritik von allen Seiten prägten seine Anfangszeit.

Doch Vinícius widerlegte alle Zweifel und entwickelte sich zu einem der besten Fußballer der Welt.

Den bisherigen Höhepunkt seiner jungen Karriere bildet die Nominierung für den Ballon d’Or im Oktober 2024. Damals mit dem bitteren Ende für den brasilianischen Nationalspieler, der sich nur mit dem zweiten Platz zufriedengeben musste.

Die Königlichen haben damals Rückgrat bewiesen, sich schützend vor ihr Juwel gestellt und sogar aus Solidarität auf die Preisverleihung verzichtet. Genau diese Unterstützung, die ihm damals bereitwillig entgegengebracht wurde, macht die aktuelle Situation umso brisanter.

„Mikel Arteta liebt ihn“

Der Vertrag des heute 26-Jährigen läuft im Sommer 2027 aus und eine Einigung scheint mittlerweile in weiter Ferne. Was als reine Formsache begonnen hatte, hat sich nun zu einem regelrechten Vertrags-Poker entwickelt.

Diese Entwicklung bleibt auch auf dem Transfermarkt nicht unbemerkt. Arsenal beobachtet die angespannte Vertragssituation mit großem Interesse. Wie The Athletic berichtet, soll die Verpflichtung von Vinícius eines der Hauptziele des FC Arsenal sein.

Der Wunsch wird auch von Arsenal-Trainer Mikel Arteta unterstützt. „Mikel Arteta liebt ihn“, sagt ein Vertrauter des Coach: „Wenn er nicht verlängert, werden wir da sein.“

Haben sich die Königlichen verzockt?

Spätestens diese Äußerungen sollten den Druck auf die Madrilenen spürbar erhöhen. Die entscheidende Frage lautet: Lässt Real Madrid diesen Superstar auf der Höhe seines Schaffens zu einem der größten internationalen Konkurrenten ziehen?

Ein Szenario, das bis vor kurzer Zeit noch als undenkbar galt – und historisch gesehen eine absolute Ausnahme darstellen würde. Real Madrid trennte sich nur selten von seinen Superstars, solange sie noch durch Leistung überzeugten.

Zweifelsohne würde Vinícius die Königlichen nun genau in dieser Phase seiner Karriere verlassen, falls es zum Wechsel käme. Außerdem gilt Real Madrid als ein Verein, der zwar Spieler aus der Premier League holt, aber selten große Namen dahin abgibt.

Die größten Abgänge aus Madrid hin zu einem englischen Team galten in der Vereinshistorie nie als unentbehrlich.

Casemiro, der 2022 einen Vertrag bei Manchester United unterschrieben hatte, war mit seinen 30 Jahren bereits über den Höhepunkt seiner Karriere hinaus. Und auch Álvaro Morata, der 2017 zu Chelsea wechselte, war keine langfristige Mittelstürmeroption.

Arsenal ist aber zumindest einer der wenigen Klubs, der auf Erfahrungen eines Real-Transfers zurückblicken kann. 2013 verpflichteten sie Mesut Özil für einen damaligen Vereinsrekord von 42 Millionen Pfund.

Drei Optionen bleiben Vinícius

Vinícius hat derweil erstmal für Verwunderung gesorgt, da er auf Instagram all seine Posts gelöscht hat. Auch ein Profilbild ist nicht mehr zu sehen. Was dahinter steckt, ist noch unklar.

Für ihn ergeben sich nun drei Optionen: den Vertrag bei den Königlichen verlängern, den Abschied weiter vorantreiben, bis nächsten Sommer in Madrid bleiben und dann ablösefrei wechseln.

Insbesondere die letzte Option will Madrid unbedingt verhindern. Nach Informationen spanischer Medien hatte Vinícius ein erstes Angebot von rund 20 Millionen Euro abgelehnt. Seine Forderungen sollen bei rund 30 Millionen Euro liegen – ein ähnliches Niveau wie bei seinem Mannschaftskollegen Kylian Mbappé.

Madrid erhöhte sein Angebot zuletzt auf 22 Millionen Euro und verwies darauf, dass der finanzielle Spielraum bereits ausgeschöpft sei, wie aus Informationen von ESPN hervorgeht.

Entscheidung soll bei Real-Boss Pérez liegen

Sollte keine Einigung erzielt werden, scheint ein Verkauf in diesem Sommer immer wahrscheinlicher. Hinter den Kulissen wird bereits über ein solches Szenario spekuliert, um einen ablösefreien Abgang zu verhindern.

Die endgültige Entscheidung über einen Verbleib soll bei Florentino Pérez liegen, der bisher als großer Unterstützer des Brasilianers galt.

Vinícius könnte für Arsenal ein echter Gewinn werden: in den letzten vier Jahren gehörte er immer zum erweiterten Kreis für den Ballon d’Or und erzielte in fünf aufeinanderfolgenden Saisons eine zweistellige Anzahl an Toren, wie die Daten von transfermarkt.de zeigen.

Deshalb soll die erwartbare Transfersumme von den Verantwortlichen in Arsenal bereits genehmigt worden sein, wie The Athletic berichtet.

Arsenal lauert auf Vinícius

Die Verantwortlichen in London gehen offenbar davon aus, dass sich die Investitionen durch die internationale Strahlkraft des 26-Jährigen gegenfinanzieren lassen. In England wird bereits spekuliert, dass Vinícius der „größte Transfer aller Zeiten“ werden könnte.

Noch gilt die Entscheidung um die fußballerische Zukunft von Vinícius als ungewiss. Arsenal hat die stockenden Vertragsverhandlungen jedoch genutzt, um sich in eine aussichtsreiche Position zu bringen.

Sollten Real Madrid und Vinícius keine Einigung erzielen, könnte einer der spektakulärsten Transfers der Geschichte Realität werden.