Sturm-Routinier Álvaro Morata kehrt in seine spanische Heimat zurück. Der 33-Jährige wird allerdings nicht in LaLiga, sondern beim Zweitligisten CF Leganés auf Torejagd gehen. Der Klub hat bereits bestätigt, dass Morata auf Leihbasis von Como 1907 kommt. Sein Vertrag läuft vorerst für eine Saison, jedoch besteht Medienberichten zufolge eine Kaufoption.
Transfer-Sensation: Emotionale Rückkehr für Álvaro Morata
Sensations-Wechsel von Morata
Für den Tabellen-Sechsten der Segunda División ist der Morata-Deal eine kleine Sensation. Dementsprechend erfreut fiel die Reaktion aus. „Mit mehr als 600 Spielen und über 200 Toren als Profi kommt einer der besten spanischen Stürmer der letzten Jahrzehnte“, heißt es in der Klubmitteilung.
Morata freut sich auf Spanien-Rückkehr
Morata hatte in seiner spanischen Heimat nicht immer ein leichtes Standing. Nach seinem verschossenen Elfmeter im EM-Halbfinale 2021 erhielt der Angreifer zahlreiche Hass-Nachrichten und sogar Morddrohungen gegen sich und seine Familie. Hinzu kommt ein problematisches Verhältnis zu den spanischen Medien.
Trotzdem freut sich Morata auf seine Rückkehr in die Heimat. Leganés ist eine südliche Vorstadt von Madrid – dem Geburtsort von Morata, der einst für Atlético und Real auf dem Platz stand.
„Ich freue mich sehr. Ich möchte Leganés für all die Zuneigung danken. Ich bin ein sehr sentimentaler Mensch, und auch wenn es viele Witze über meine Karriere gibt, versuche ich immer, dorthin zu gehen, wo ich mich am meisten geschätzt und geliebt fühle“, erklärte Morata in einem Interview mit der spanischen Zeitung as.
Morata strotzt vor Optimismus: „Die kommenden Jahre werden fantastisch“
Die Wechsel-Entscheidung sei ihm nicht schwergefallen. „Sie glauben an mich und ich glaube an das Projekt. Ich musste schon oft gegen mich selbst und viele Meinungen kämpfen. Ich fühle mich jetzt wie ein Junge, der bei seinem ersten Verein unterschreibt. Es ist schön, zu Hause in Madrid zu sein.“ Leganés biete ihm die Chance, „wieder glücklich auf dem Fußballplatz zu sein“.
Selbst wenn der Leih-Deal vorerst nur für ein Jahr läuft, erhofft sich Morata eine längere Zusammenarbeit. „Die kommenden Jahre für Leganés werden fantastisch. Ich würde sehr gerne hier bleiben“, verdeutlichte er. In Jahr eins hat er bereits eine klare Mission: „Ich werde mein Leben geben, um die Ziele zu erreichen. Der Kampf um den Aufstieg wird historisch“, versprach er.
Vor einer zu großen Erwartungshaltung fürchtet er sich nicht. „Ich habe Druck, seitdem ich jung bin. Ich kenne die Verantwortung, die damit einhergeht, und dass viele Augen auf mich gerichtet sein werden. Ich bin bereit“, erklärte er. Trotz der lange an seiner Psyche nagenden Hass-Botschaften gehe es ihm derzeit „mental gut“.
Ein paar hämische Kommentare bekam er dann aber schon bei seiner Vorstellung ab, als Morata vor versammelten Fans und Reportern mit dem Ball ein paar Tricks vorführen wollte – die teilweise in die Hose gingen.
Morata mit schwierigen Jahren in Italien
Morata absolvierte 2023/24 seine stärkste Saison, in der er 21 Pflichtspieltore für Atlético erzielte und mit Spanien Europameister wurde. Daraufhin wechselte er zu Milan, wo er jedoch hinter den Erwartungen zurückblieb und im Winter zu Galatasaray verliehen wurde. Im Sommer 2025 ging Morata für zwölf Millionen Euro zu Como 1907, allerdings erzielte er für die Norditaliener lediglich einen Pflichtspieltreffer in 30 Spielen.
Insgesamt wurden bei Moratas diversen Wechseln knapp 230 Millionen Euro in Ablöse ausgegeben.
Nun steht der Stürmer in Leganés vor gänzlich neuen Herausforderungen. Der Klub ist in der Saison 2024/25 aus LaLiga abgestiegen und konnte in der abgelaufenen Spielzeit nur Platz 16 belegen. Im Sommer 2026 übernahm die internationale Investmentgruppe „885 Capital“ 99,1 Prozent der Anteile am Zweitligisten für ein Transaktionsvolumen von 100 Millionen Euro. Die klare Mission ist die schnellstmögliche Rückkehr ins Oberhaus.