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Die neue Ära des College Football

Die neue Ära des College Football

Eine historische Saison beginnt. Zum ersten Mal wird der College-Meister in Playoffs ermittelt. <strong>SPORT1</strong> beantwortet alle Fragen.
Die AFCA National Championship Trophy ("Coaches Trophy") wird dem besten Team des "Coaches' Poll" verliehen.
Die AFCA National Championship Trophy ("Coaches Trophy") wird dem besten Team des "Coaches' Poll" verliehen.
© Sport1
Eine historische Saison beginnt. Zum ersten Mal wird der College-Meister in Playoffs ermittelt. <strong>SPORT1</strong> beantwortet alle Fragen.

Von Eric Böhm

München - Endlich ist es soweit.

Nach Jahren der Kontroversen um die Wertigkeit der voneinander komplett unabhängigen Conferences und ihrer möglichen Repräsentanten im Meisterschaftsfinale hat der College Football zur Saison 2014 seine Playoffs bekommen.

Wenn die Boise State Broncos und Ole Miss Rebels zum Auftakt aufeinander treffen (ab 2 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM) ist das hochkomplexe Auswahlverfahren der Bowl Championship Series (BCS) - die von 1998 bis 2014 bestand - nur noch eine verblasste Erinnerung.

Ab sofort werden die Endspielteilnehmer nicht mehr aus einem Zusammenspiel zwischen Experten, Trainern und Computern ermittelt, sondern auf dem Feld.

"Fans, Athleten, Coaches und Medien haben ihren Willen bekommen. Es ist sicher ein faireres System, Diskussionen wird es aber weiterhin geben", sagt Jimbo Fisher, Cheftrainer des Titelverteidigers Florida State Seminoles.

In der Tat wird es auch mit den Playoffs weiterhin ein Auswahlverfahren geben. Die großen Bowlspiele am Saisonende behalten eine wichtige Bedeutung und die renommiertesten Teams bleiben bevorteilt.

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Eine Gruppe von 13 Personen ("Selection Committee") wird ab Mitte der Saison wöchentlich die besten 25 Teams auflisten, die Top Vier werden dann in den Halbfinals die Gegner im Endspiel ermitteln.

Das große Finale steigt dann eine gute Woche später an einem neutralen Ort. Dieses System bleibt zunächst bis 2026 bestehen.

Die interessierten Städte können sich, genau wie beim Super Bowl in der NFL, bewerben. In dieser Saison ist am 12. Januar 2015 das gigantische AT&T Stadium vor den Toren von Dallas an der Reihe - Heimstätte der Dallas Cowboys.

2016 wird Arizona, 2017 Tampa Bay der Gastgeber sein.

Die Stätten der sechs wichtigsten Bowls wechseln sich mit der Austragung der Halbfinals ab. In diesem Jahr sind der Rose Bowl, der älteste und traditionsreichste Bowl, in Pasadena und der Sugar Bowl in New Orleans dran.

Beide werden am 1. Januar ausgetragen. Zu der Rotation gehören zudem der Cotton Bowl in Dallas, Fiesta Bowl in Phoenix, Orange Bowl in Miami und Peach Bowl in Atlanta.

SPORT1 US überträgt beide Halbfinals und das Endspiel im LIVE im TV und im LIVESTREAM. In den USA ist Branchenführer "ESPN" der Rechteinhaber und produziert die Übertragungen.

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Am alten System ändert sich nichts. Abgesehen von den vier Halbfinalisten werden die prestigeträchtigsten Bowls auch weiterhin die attraktivsten Colleges einladen.

Die großen Conferences sind zudem mit einigen Austragungsstätten verknüpft. Die Teilnehmer an den sechs wichtigsten Bowls werden immer komplett vom Selection Committee bestimmt.

Auch hier bleibt alles beim Alten. Die Teams spielen weiter in ihren Conferences. Dort gibt es auch nach wie vor Endspiele. Es kann aber durchaus passieren, dass auch der Verlierer oder der Drittplatzierte, zum Beispiel aus der starken South Eastern Conference (SEC), ins nationale Halbfinale kommt und dann noch Meister wird.

Die 13 Mitglieder bleiben jeweils drei Jahre dabei. Ähnlich wie im College Basketball sind es hochrangige Mitarbeiter von großen Colleges (aktuell zum Beispiel Arkansas und Wisconsin), ehemalige Spieler oder Coaches (Peyton Mannings Vater Archie), Conference-Bosse, Journalisten oder Politiker (die frühere Außenministerin Condoleezza Rice).

Nein. Natürlich werden es ungeschlagene Teams aus kleinen Conferences (wie in früheren Jahren Boise State) sporadisch in die Halbfinals schaffen und damit eine Chance bekommen, aber die Großen wie Florida State, Alabama, LSU, Ohio State oder Notre Dame werden angesichts der Besetzung des Committees weiter dominieren. Das ist durchaus auch sinnvoll, da sie Woche für Woche gegen stärkere Gegner spielen.

Neben dem aktuellen Meister Florida State ist auch der Süden mit Alabama Crimson Tide, trainiert von Star-Coach Nick Saban, LSU Tigers, Auburn Tigers oder South Carolina Gamecocks wieder hoch einzuschätzen.

Die Ohio State Buckeyes haben mit der schweren Verletzung seines Quarterbacks Braxton Miller einen herben Dämpfer erhalten. Im Westen sind die Oregon Ducks der große Favorit. Auch den Oklahoma Sooners, UCLA Bruins und Michigan State Spartans sind die Playoffs zuzutrauen.

Die Notre Dame Fighting Irish bekommen in Everett Golson ihren 2013 gesperrten Quarterback zurück, der sie 2012 ins Endspiel geführt hatte.

An vorderster Front ist Jameis Winston (Florida State) zu nennen. Der Quarterback wurde 2013 als zweiter College-Anfänger nach Johnny Manziel mit der Heisman Trophy als bester College-Spieler ausgezeichnet.

Andere starke Spielmacher sind Marcus Mariota (Oregon) oder Brett Hundley (UCLA). Sie alle sind 2015 Anwärter auf die NFL.

Dazu kommen Running Back Todd Gurley (Georgia), Running Back Melvin Gordon (Wisconsin), Receiver Amari Cooper (Alabama), Defensive Back Cody Prewitt (Ole Miss) oder Defensive End Shilique Calhoun (Michigan State).

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