Gasol rettete Leben im Mittelmeer

Gasol rettete Leben im Mittelmeer

NBA-Star Marc Gasol war in der spielfreien Zeit als Flüchtlingshelfer auf dem Mittelmeer aktiv. Seine Organisation rettete eine Frau vor dem Ertrinken.
Die NBA Finals stehen an. Die Toronto Raptors stehen erstmals in den Finals und wollen die Superstars von der Westküste ärgern. Gegen die Bucks gab es schon viele Highlights.
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01:37
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von SPORT1
am 30. Mai

Er ist einer der größten Basketballstars Europas und verfügt über ein großes Herz.

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Marc Gasol kämpft mit den Toronto Raptors gegen die Golden State Warriors um die NBA-Krone (alle Finals-Spiele ab Freitag LIVE im TV auf SPORT1+). Der Spanier räumt dabei defensiv unter dem Korb auf und sorgt in der Offensive auch von der Dreierlinie für Gefahr. Während der Saison wechselte er von den Memphis Grizzlies nach Toronto. 

Sportlich kann er einer der Helden werden, menschlich ist er das bereits. Denn abseits des Feldes engagierte sich der 34-Jährige im vergangenen Sommer bei der Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer.

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Dort sorgte die Rettung einer Frau weltweit für Schlagzeilen. Die spanische Hilfsorganisation "Proactiva Open Arms" bewahrte 85 Seemeilen vor Libyen eine Frau vor dem Ertrinken. Gasol selbst war bei der Aktion mittendrin.

Marc Gasol (l.) hilft bei der Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer
Marc Gasol (l.) hilft bei der Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer

Gasol stand unter Schock

Die freiwilligen Helfer hatten die Frau nordöstlich von Tripolis in einem komplett zerstörten Schlauboot gefunden - neben ihr schwammen zwei Leichen. "Zuerst haben wir gedacht, dass niemand mehr am Leben ist", sagte Gasol der spanischen Zeitung El Pais.

"Aber als wir näher kamen, habe wir eine Frau gesehen. Sie hat sich mit der Hand an ein Stück Holz geklammert, das lediglich einen halben Meter lang war", so der Sportler.

Nicht nur die Frau befand sich in einem Ausnahmezustand. "Ich stand unter Schock und hatte Angst", gab Gasol zu. Auf seinem Twitter-Kanal teilte der 33-Jährige ein Bild der Aktion und verlieh seiner Wut Ausdruck.

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"Frustration, Wut und Hilflosigkeit. Es ist einfach unglaublich, wie so viele verwundbare Menschen auf dem Meer dem Tod überlassen werden. Ganz tiefe Bewunderung für die Retter, die ich derzeit als Teamkollegen bezeichen kann."

Schwere Vorwüfe gegen Küstenwache

Nach der erfolgreichen Rettung erhob die Hilfsorganisation schwere Vorwürfe. Weil die Frau aus Kamerun anscheinend nicht in das Schiff der lybischen Küstenwache einsteigen wollte, soll deren Besatzung die Frau und die anderen beiden Flüchtlinge zum Sterben zurückgelassen und das Boot zerstört haben. 

Alle anderen Bootsinsassen sollen nach Libyen zurückgebracht worden sein. 

Für Marc Gasol war der Anblick der beiden Leichen erschütternd. "Man sieht diesen toten Menschen und weiß, dass er in der Welt eines anderen mal das Zentrum war. Und jetzt ist er weg."