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Rettete der Harden-Deal ein Leben?

Rettete der Harden-Deal ein Leben?

Bei einer Routineuntersuchung nach dem Mega-Trade um James Harden entdecken Ärzte bei Caris LeVert womöglich schwerwiegende Nierenprobleme.
Nach dem Mega-Trade von den Houston Rockets zu den Brooklyn Nets äußert sich James Harden erstmals zu dem Blockbuster-Wechsel und erklärt, warum er nicht respektlos agiert hat.
Robin Wigger
von Robin Wigger
20.01.2021 | 18:01 Uhr

Caris LeVert war bei den Brooklyn Nets in einer guten Situation.

Der Guard spielte gemeinsam mit Kyrie Irving und Kevin Durant bei einem Titelkandidaten. Trotz der Versetzung auf die Bank nahm er eine große Rolle ein, war mit durchschnittlich 18,5 Punkten drittbester Werfer der Nets.

Doch weil ein Team, in diesem Fall die Houston Rockets, James Harden nicht ohne entsprechenden Gegenwert abgibt, trennte sich Brooklyn von seinem Talent, das von den Rockets im Vier-Team-Deal direkt weiter nach Indiana geschickt wurde.

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Die Pacers sind eine schlagkräftige Truppe, aktuell in der Tabelle sogar knapp vor Brooklyn platziert, waren aber in den vergangenen Jahren - und sind es im Vergleich zum neuen New Yorker Superteam immer noch - eher eine graue Maus.

Und doch ist Caris LeVert über den Trade heilfroh. Denn womöglich hat er dem NBA-Star das Leben gerettet.

Ärzte finden "kleine Masse" bei LeVert

Bei einer üblichen Routineuntersuchung über den Fitnesszustand LeVerts entdecken die Ärzte etwas. Und das war nicht eine harmlose Verletzung.

Nein, die Mediziner fanden laut ESPN eine kleine Masse an der Niere, BBC schreibt gar von einem Tumor. Weitere Tests sollen demnach ergeben, ob es sich um Krebs handelt.

"Dieser Trade hat mich möglicherweise auf lange Sicht gerettet", meinte ein "demütiger" LeVert in seiner ersten Medienrunde als Pacer.

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Er habe "keinerlei Symptome" verspürt, keine Nierenprobleme gehabt. "Ich habe in dieser Saison bisher keine Partie verpasst. Ich habe mich zu 100 Prozent gesund gefühlt", sagte LeVert, der viel Kraft aus seinem Glauben zieht.

Der Trade habe "gezeigt, was in meinem Körper vor sich geht".

LeVert verlor Vater früh

LeVert kennt sich mit Leiden aus. Sein Vater starb mit 46, als der Sohn 15 Jahre alt war. Seine Mutter lebt mit Multipler Sklerose, lässt sich die Krankheit aber laut LeVert nicht anmerken. Auch wegen dieser Erfahrungen versucht der 20. Pick des NBA-Drafts 2016, "das Positive aus jeder Situation herauszuholen".

Der 26-Jährige beschreibt sich zwar als "Wettkämpfer" und will möglichst schnell wieder auf das Parkett zurück.

Doch zunächst sei es "das Wichtigste, gesund zu werden und sicherzugehen, dass ich ein langes Leben leben kann".

Trades lassen sich normalerweise erst nach Monaten, manchmal erst nach Jahren wirklich analysieren. Einen Gewinner gibt es aber wohl schon: Caris LeVert und seine Gesundheit.