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NBA bestraft LeBron nach Blut-Zoff

NBA bestraft LeBron nach Blut-Zoff

Nach der blutigen Eskalation zwischen LeBron James und Isaiah Stewart im Spiel der Lakers gegen die Pistons zieht die NBA nun Konsequenzen und bestraft beide Profis.
LeBron James schlägt einen Gegenspieler bei den Detroit Pistons blutig und fliegt raus. Die Situation in Detroit eskaliert, Isaiah Stewart will den Superstar mehrfach verprügeln.
Raphael Weber
Raphael Weber
von Raphael Weber

Entscheidung in der NBA. Die beste Basketball-Liga der Welt hat nach der Auseinandersetzung zwischen Lakers-Superstar LeBron James und Pistons-Youngster Isaiah Stewart Strafen gegen beide Spieler ausgesprochen. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur NBA)

King James wird für ein Spiel gesperrt, weil er dem 20-Jährigen „rücksichtslos ins Gesicht geschlagen“ hat. Gegenspieler Stewart muss sogar für zwei Spiele pausieren, weil er „eine Auseinandersetzung auf dem Spielfeld eskalieren ließ, indem er James wiederholt und aggressiv verfolgte“, wie die NBA mitteilte.

Den Lakers wird James damit im Spiel gegen die New York Knicks fehlen, Stewart muss in den Partien gegen die Miami Heat und die Milwaukee Bucks zuschauen. Zudem sprach die NBA auch eine Geldstrafe gegen beide Akteure aus. Der Superstar muss rund 284.000 Dollar blechen, Stewart ist circa 45.000 Dollar los.

Irre Szenen in der NBA

Es waren irre Szenen, die die Zuschauer beim Aufeinandertreffen der LA Lakers gegen die Detroit Pistons in der Nacht zu Montag zu sehen bekamen. Superstar LeBron James hatte während der Partie Gegenspieler Isaiah Stewart blutig geschlagen und damit für eine heftige Eskalation gesorgt.

Beim 121:116 gegen die Detroit Pistons traf der Anführer der Los Angeles Lakers seinen Kontrahenten im 3. Viertel im Kampf um einen Rebound mit dem Ellenbogen im Gesicht. James flog mit einem „Flagrant 2″-Foul vom Feld.

Pistons-Youngster Stewart blutete durch einen Cut am rechten Auge heftig, die Situation drohte danach mehrfach in eine wilde Prügelei auszuarten.

Pistons-Star geht auf LeBron los

Der 20-Jährige rastete komplett aus und musste von gut einem halben Dutzend Teamkollegen und Sicherheitskräften davon abgehalten werden, auf James loszugehen.

Zunächst hatte sich eine Traube aus Spielern der Lakers und Pistons gebildet, die LeBron und Stewart zusammen mit der Schiedsrichter-Crew voneinander trennen wollte. Immer mehr Staff-Mitglieder kamen hinzu, doch die Situation beruhigte sich nicht - im Gegenteil. (DATEN: Alle Tabellen der NBA)

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Stewart war überhaupt nicht zu beruhigen, riss sich mehrmals los und rannte unter den aufgeregten Rufen des Publikums in Detroit in Richtung LeBron. Glücklicherweise konnte der 113-Kilo-Riese aber aufgehalten werden. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der NBA)

„Keine Ahnung, was er wollte - aber kein einziger Spieler in unserem Team hätte das zugelassen“, sagte Lakers-Star Anthony Davis hinterher über Stewarts Ausraster: „Wir werden unseren Bruder beschützen! So lange ich spiele, habe ich noch nie gesehen, dass ein Spieler das versucht hat.“

Westbrook bestraft

Neben LeBrons Rauswurf kassierte auch Lakers-Star Russell Westbrook ein technisches Foul, weil er sich zwischendurch eingemischt hatte und dadurch für eine zusätzliche Eskalation sorgte, wie Chef-Schiedsrichter Scott Foster danach zu Protokoll gab.

Der Skandal weckt Erinnerungen an die üble Prügelei zwischen Stars der Indiana Pacers, Pistons und Fans in Detroit im Jahr 2004, bekannt als „Malice at the Palace“.

Damals hatten sich Ron Artest (später Metta World Peace) und Jermaine O‘Neal mit Fans geschlagen und waren danach lange gesperrt worden.

LeBron will sich wohl entschuldigen

So weit kam es glücklicherweise am Sonntag nicht. Die Lakers nahmen ihren Superstar James als Auslöser der Tumulte in Schutz.

„Jeder in der Liga weiß, dass LeBron kein dreckiger Typ ist“, sagte Davis: „Als er gemerkt hat, dass er ihn getroffen hat, hat er gleich zu ihm geschaut, wie um zu sagen: Oh, mein Fehler. Ich wollte das nicht.“

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Mittlerweile hat auch Shams Charania verraten, dass LeBron nach dem Vorfall sehr reumütig gewirkt und nach der Nummer von Stewart gefragt habe, um sich zu entschuldigen. LeBron habe gewusst, dass er in dieser Situation schlecht aussah, es habe jedoch keine böse Absicht dahinter gesteckt.

Davis verteidigt LeBron

Lakers-Trainer Frank Vogel gab zu bedenken, dass James zuerst einen Ellenbogenschlag von Stewart in die Rippen bekommen hätte, sah den Rauswurf aber als berechtigt an: „Das war auf jeden Fall genug Kontakt für ein Flagrant 2.“

Davis fand Stewarts Ausraster „unangebracht“ und erklärte: „Du hast einen Cut am Auge, aber das war ein Unfall, keine Absicht. Wir werden nicht zulassen, dass er so auf unseren Bruder losgeht.“

Weder James noch Stewart äußerten sich nach der Partie zum Skandal.

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