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Darum ist Curry der neue Federer

Darum ist Curry der neue Federer

Stephen Curry ist einer der besten Basketballer der Welt. Doch der Warriors-Star glänzt nicht nur sportlich. Nun könnte er die Rolle von Roger Federer als beliebtester Sportstar übernehmen.
Im Topduell der Western Conference zwischen den Suns und den Warriors zeigt Superstar Steph Curry eine historisch schlechte Leistung.
Christopher Mallmann
Christopher Mallmann
von Christopher Mallmann

Woran denken Sie, wenn Sie an Roger Federer denken?

Ist es jene Präzision, mit der der Schweizer Bälle bis auf den Millimeter an die Linie treibt? Ist es die Eleganz, die besonders bei seiner Rückhand und seinem Aufschlag zur Geltung kommt?

Oder ist es doch etwas anderes? Etwas, das weit über den Sport selbst hinausgeht. Eine Art von Größe, Glanz oder Redlichkeit, die durch Erfolge und Trophäe kaum zu erringen ist.

Was es auch ist - Federer ist sehr wahrscheinlich der beliebteste Sportler der Welt. Doch aufgrund seiner Knieoperationen ist er auf dem Court nur noch selten zu sehen - und ein Comeback ungewiss.

Füllt Stephen Curry die Federer-Lücke?

Daher wird die Rolle des populärsten Sportlers weltweit bei den Fans frei - und einer, der sich aktuell kräftig darum bewirbt, hat wenig mit Tennis zu tun. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur NBA)

Die Rede ist von Stephen Curry. Den NBA-Profi und Warriors-Superstar zeichnet etwas aus, was andere Superstars nicht haben und weshalb er selbst bei Auswärtsspielen wie ein Heimspieler gefeiert wird.

Wie Curry den Ball über den Court führt - engagiert und gleichzeitig unterfordert -, vermittelt manchmal den Eindruck, als sei er noch ein Kind, welches den Zauber des Sports gerade erst entdeckt hat.

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Seine Distanzwürfe sind ohnehin für jeden Basketball-Fan ein Hochgenuss. Und obwohl man es bereits von ihm kennt, sorgen seine erfolgreichen Würfe von der Mittellinie immer noch für offene Münder.

MVP-Rufe für Curry sogar auswärts

Nichts an Curry wirkt geplant oder gar aufgesetzt. Der beste Dreierschütze der NBA-Geschichte geht nur auf den Court, um zu spielen - und das wird von den Zuschauern lautstark gewürdigt.

Regelmäßig tönen „MVP, MVP!“-Rufe durch die Hallen und zwar nicht nur in San Francisco, der Heimstätte der Warriors, sondern im ganzen Land.

Auch beim hart umkämpften Duell mit den Los Angeles Clippers erhielt Curry diese Anerkennung. Dabei hatte er zuvor für seine Beschwerden bei den Schiedsrichtern ein technisches Foul kassiert.

Normalerweise werden Spieler von den Heimfans danach mit Pfiffen bestraft. Nicht so bei Curry, der bei seiner Auswechslung am Ende mit stehenden Ovationen bedacht wurde.

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Nets-Fans feiern Curry - Durant versteht es

MVP-Rufe gab es auch bei den Auswärtsspielen bei den Cleveland Cavaliers und Brooklyn Nets zu hören. Bemerkenswert, da Curry allein dreimal einen Titel der Cavaliers verhindert hatte.

Brooklyn ist zudem ein Titelrivale und hat Currys Ex-Teamkollegen Kevin Durant im Team, der ebenfalls als MVP-Kandidat gilt. Doch nach 37 Punkten, davon neun Dreier, erhielt trotzdem Curry die MVP-Rufe.

„Er ist ein Meister in dem, was er tut“, sagte auch Durant, der nicht böse war, dass die eigenen Fans für den gegnerischen Star gejubelt hatten.

Sein Ex-Warriors-Teamkollege zeigte sogar Verständnis für die MVP-Rufe: „Er spielt auf einem All Star-, MVP-, Hall-of-Fame-Level, das muss man respektieren.“

LeBron James schwärmt von Curry

„Respekt“ erhält Curry tatsächlich überall. Doch anders als bei vielen anderen Sport-Superstars geht es bei ihm oft darüber hinaus - selbst gegnerische Fans bewundern oder verehren ihn.

Eine Tatsache, von der andere Superstars wie LeBron James oft nur träumen können. Der Lakers-Superstar bekam und bekommt deutlich mehr Gegenwind in fremden Arenen zu spüren. (DATEN: Alle Tabellen der NBA)

James zählt ebenfalls zu den Curry-Fans. „Schaut euch einfach an, was er dieses Jahr geleistet hat“, hatte James im Mai dieses Jahres ausgeholt und den MVP-Titel für Curry gefordert.

James fuhr fort: „Ich weiß nicht, was man sonst noch braucht, wenn man nach einem MVP sucht. Wenn Steph nicht für Golden State aufläuft, was haben sie dann für ein Team?“

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Curry und die Warriors unzertrennlich

Den Titel holte am Ende dennoch Nikola Jokic von den Denver Nuggets - Currys Reichweite und Beliebtheit tat dies aber keinen Abbruch.

Der US-Amerikaner hat bereits selbst reichlich Titel eingeheimst. 2015, 2017 und 2018 feierte er mit den Warriors den Meistertitel. 2015 und 2016 wurde er zum MVP gekrönt.

Trotz zahlreicher Abgänge nach den verlorenen Finals 2019 hielt Curry den Warriors die Treue - auch wenn diese aufgrund vieler Verletzungen zwischenzeitlich zum schlechtesten Team der Liga abstürzten.

Doch allen war klar: Sobald Curry wieder zurück und fit ist, sind die Warriors ein anderes Team. Zumal er nichts von seiner Leichtfüßigkeit und Unberechenbarkeit eingebüßt hat.

Curry bricht gegen Atlanta Hawks Rekord

Anfang November brach Curry im Spiel gegen die Atlanta Hawks sogar einen weiteren Rekord. Kein Spieler hatte je zuvor 50 Punkte und zehn Assists in einer Partie erreicht.

Im Chase Center von San Francisco erhoben sich die Fans daraufhin von ihren Stühlen und huldigten ihrem Superstar. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der NBA)

„Eigentlich könnte ich sagen, dass ich so etwas noch nie gesehen habe. Aber das stimmt nicht. Ich sehe das nun schon seit sieben Jahren. Aber es ist immer noch unglaublich“, erklärte Warriors-Coach Steve Kerr nach der Partie.

Kareem Abdul-Jabbar, Larry Bird, Kevin Durant, Julius Erving, LeBron James, Magic Johnson, Chris Paul, Bill Russell und Dirk Nowitzki – nie zuvor haben so viele NBA-Spieler an einem Kampagnen-Spot mitgewirkt.
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Viraler Hit: NBA-Legenden freuen sich auf 75. Saison

Warriors-Coach: Curry erinnert mich an Federer

Der 56-Jährige war es auch gewesen, der schon 2018 am Rande der US Open einen Vergleich von Federer und Curry bemüht hatte.

Angesprochen darauf, ob Federer ihn an Michael Jordan erinnere, sagte Kerr, dass es vielmehr Curry sei, den er mit Federer verbinden könne.

„Weil er sich so wohl in seiner Haut fühlt. Er hat diese tolle Familie und liebt es zu spielen, liebt sein Leben und er ist einfach cool, genau wie Steph“, erklärte Kerr seine These.

Dass bei aller Coolness jedoch auch schlechte Tage dazugehören, weiß auch Kerr.

Suns stoppen Curry - folgt dessen Revanche?

Beim Gigantentreffen mit den Phoenix Suns am vergangenen Dienstag wollte Curry erstaunlich wenig gelingen.

Der Ausnahmekönner verbuchte die schlechteste Shooting-Performance seiner Karriere, kam gegen Wachhund Mikal Bridges kaum zur Entfaltung und so nur auf 12 Punkte und zwei Assists - und das bei mehr als 20 Versuchen..

Sorgen um Curry muss sich aber keiner machen. Bald schon wird die Welt ihn wieder über den Court tanzen sehen - womöglich bereits im Re-Match gegen die Suns am Samstag.

Das rasche Abschütteln von Niederlagen - auch hier erinnert Curry an Federer.

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