Im Spitzenspiel der Western Conference kam es erst zu einem 128:117-Heimsieg der New Orleans Pelicans und direkt im Anschluss zu einem kurzen Gerangel zwischen dem Heimteam und den Phoenix Suns, das von Sicherheitsleuten beendet werden musste. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der NBA)
NBA: Krawall nach Williamson-Dunk gegen Phoenix Suns
Krawall nach Williamson-Dunk
Auslöser des Unmuts bei den Gästen war neben der Niederlage vor allem die letzte Aktion des Spiels. Zwei Sekunden vor dem Ende und mit der klaren 126:117-Führung der Pelicans im Rücken lief Zion Williamson allein auf den Korb zu und sorgte mit einem krachenden 360-Windmill-Dunk für die letzten Punkte.
Damit brach die Nummer eins des Drafts von 2019 ein ungeschriebenes Gesetz in der NBA. „Das Spiel war so gut wie vorbei, und sie spielten einfach weiter“, zeigte sich Suns-Guard Cameron Payne erbost und legte bei ESPN noch nach: „Ich hatte das Gefühl, dass es einfach keinen Sportsgeist gab, und das mögen wir nicht wirklich. Wir tun das Richtige. Ich hatte das Gefühl, dass sie das Richtige hätten tun sollen, aber das haben sie nicht getan.“ (NEWS: Alle aktuellen Infos zur NBA)
Zwar gab der 28-Jährige zu, dass man natürlich nicht gern verliere. Aber das Spiel sei bei dieser Aktion bereits längst vorbei gewesen, weswegen die Pelicans den Ball hätten halten müssen.
So erklärt Williamson die Aktion
Eine Sichtweise, die Pelicans-Guard CJ McCollum nach dem Match überhaupt nicht nachvollziehen konnte. „Sie müssen zurück in die Defensive gehen, wenn sie nicht wollen, dass wir den Ball dunken“, zeigte er sich kompromisslos und unterstrich seine Meinung noch: „Geht zurück in die Verteidigung!“
Williamson selbst gestand, dass die Aktion eigentlich untypisch für ihn gewesen sei, erklärte diese jedoch mit dem Playoff-Aus der vergangenen Saison. „Man muss es verstehen, ich meine, man kann es verstehen oder nicht. Letztes Jahr haben sie meine Mannschaftskameraden nach Hause geschickt.“
Damals habe er, der wegen eines gebrochenen Fußes große Teile der vergangenen Spielzeit aussetzen musste, mit ansehen müssen, wie seine Teamkollegen nach dem Aus am Boden zerstört waren. „Das ist ein harter Moment, den man miterleben muss.“ Daher habe er sich mitreißen lassen.
Inwieweit diese Aktion nun nachhaltigen Einfluss auf die Beziehung der beiden Teams haben wird, könnte sich alsbald zeigen. Am Sonntag kommt es direkt zum nächsten Aufeinandertreffen der beiden Top-Teams aus dem Westen. (DATEN: Alle Tabellen der NBA)