Zwölf Jahre lang war Giannis Antetokounmpo das Gesicht der Milwaukee Bucks, nun neigt sich die Ära offenbar dem Ende entgegen. Wie ESPN berichtet, hören sich die Verantwortlichen erstmals aktiv Angebote für den zweimaligen MVP an.
NBA: Trade-Hammer um Antetokounmpo rückt näher
Antetokounmpo drängt wohl auf Trade
Mehrere Teams haben bereits „aggressive Pakete“ aus jungen Top-Talenten und Draft Picks hinterlegt - Milwaukee prüft geduldig, ob der Preis stimmt. Möglich sei aber auch, dass man erst im Sommer zuschlägt, wenn zusätzliche Picks verfügbar sind.
Antetokounmpo drängt auf Trade
Der 31-jährige Antetokounmpo soll der Franchise vor Monaten signalisiert haben, dass „der Moment gekommen ist, getrennte Wege zu gehen“.
Seine Abschiedsgedanken intensivierten sich demnach, als die Bucks zwar Center Myles Turner verpflichteten, aber im Osten dennoch empfindlich abrutschten: Die Bilanz 18 Siege bei 27 Niederlagen, Platz zwölf.
Antetokounmpos harte Analyse nach der Pleite gegen Oklahoma City: „Wir spielen nicht hart, nicht zusammen - jeder sucht nur seinen eigenen Wurf.“
Der griechische Nationalspieler kann ab 1. Oktober eine Vierjahres-Supermax-Verlängerung über 275 Millionen Dollar unterschreiben. Ohne Verlängerung wird die Saison 2025/26 quasi zum letzten Vertragsjahr, was viele Interessenten auf den Plan rufen dürfte.
Verletzungen verschärfen die Lage
Aktuell fällt der zehnmalige All-Star wegen einer Wadenverletzung vier bis sechs Wochen lang aus. Milwaukee verlor in dieser Spielzeit bereits 15 von 18 Partien ohne ihn; mit Antetokounmpo reicht die 15-15-Bilanz gerade fürs Playin.
Die Nerven liegen Berichten zufolge weitgehend blank: Offenbar „steht die Botschaft an die Wand geschrieben“, wie Teamquellen die Atmosphäre beschreiben: Unsicherheit in der Umkleide, Buhrufe von den Rängen - der wechselwillige Superstar reagierte zuletzt selbst mit Buh-Gesten für Fans.
Seit seinem Draft an Position 15 im Jahr 2013 führt der Finals-MVP von 2021 die Klubstatistiken in Punkten, Rebounds, Assists, Blocks und Einsätzen an. Doch drei Erstrunden-Pleiten in Serie und ein ausgedünnter Kader haben das Titelfenster geschlossen. General Manager Jon Horst hält den einzigen sofort verfügbaren First-Round-Pick bislang zurück, doch ohne den „Greak Freak” droht der komplette Neuaufbau.
Die kommenden Wochen entscheiden, ob Milwaukee einen der dominantesten Two-Way-Forwards der Liga verliert - oder ihm noch einmal ein konkurrenzfähiges Team an die Seite stellt.