Es wurde emotional, es flossen Tränen: Die Chicago Bulls haben Derrick Rose die größtmögliche Ehre erwiesen: Seine Rückennummer 1 hängt nun unter dem Hallendach. Direkt nach dem 106:103-Sieg gegen die Boston Celtics blieb kein Sitz im United Center leer, als der gebürtige Chicagoer in Tränen ausbrach.
Tränenreiche Ehrung einer Legende
Tränenreiche Ehrung einer Legende
Seine Ex-Mitspieler Taj Gibson und Luol Deng eröffneten die Zeremonie, bevor Rose selbst das Mikrofon ergriff. „Diese Reise ging nie nur um mich“, sagte der frühere Point Guard. „Ich wollte zeigen, dass Menschen aus dieser Stadt Kraft schöpfen können. Ich war offenbar das Gefäß dafür - übers Basketballspielen.“
Besondere Ehre für Derrick Rose
Rose ist erst der fünfte Bulls-Spieler überhaupt, dessen Trikotnummer nicht mehr vergeben wird. Vor ihm wurden bereits die Nummern von Jerry Sloan, Bob Love, Michael Jordan und Scottie Pippen verewigt. Darüber hinaus erinnern Banner an Erfolgscoach Phil Jackson sowie Ex-GM Jerry Krause.
Bulls-Präsident Michael Reinsdorf erklärte, man habe nach Roses Karriereende bewusst ein Jahr gewartet, „um etwas wirklich Besonderes planen zu können“.
Schon Stunden vor Spielbeginn hatten sich lange Schlangen vor der Arena gebildet. Auf jedem Sitz lag ein schwarzes T-Shirt mit Namen und Nummer des MVP von 2011, die Bulls liefen im selben Shirt zum Warm-up auf. Als Rose eine Stunde vor Spielbeginn mit seinem Sohn die ersten Würfe nahm, klickten unzählige Handy-Kameras.
Rose kommen die Tränen
Während der knapp einstündigen Feier sprach Rose immer wieder seine Mutter Brenda, seine Brüder sowie rund zwanzig anwesende Ex-Teamkollegen an - darunter Joakim Noah, Ben Gordon und Kirk Hinrich.
Bei den emotionalen Worten Dengs kamen Rose die Tränen, sodass ihm sein Sohn ein Taschentuch reichen musste.
Über die Videowürfel liefen Glückwünsche von LeBron James, Steph Curry und Shai Gilgeous-Alexander. Die Fans skandierten unermüdlich „M-V-P“, während das Orchester die legendäre Einlaufmusik „Sirius“ spielte.