Chauncey Billups steht im Zentrum eines der größten Glücksspiel-Skandale der NBA-Geschichte. Der Hall-of-Famer und Head Coach der Portland Trail Blazers bekannte sich am 24. November vor einem Bundesgericht in Brooklyn in allen Punkten für nicht schuldig. Ihm werden Verschwörung zur Geldwäsche und Verschwörung zum Betrug vorgeworfen - pro Anklagepunkt drohen ihm bis zu 20 Jahre Haft.
Mafia-Vorwürfe & Poker-Betrug! NBA-MVP Billups angeklagt!
Mafia-Vorwürfe gegen Billups
Millionenbetrug mit Mafia-Verbindungen
Laut Anklage sollen insgesamt 31 Beschuldigte seit mindestens 2019 manipulierte High-Stakes-Pokerrunden organisiert haben. Zum Einsatz kamen präparierte Mischmaschinen, versteckte Kameras sowie spezielle Kontaktlinsen und sogar ein „X-Ray“-Tisch, um Karten auszulesen. Die Ermittler sprechen von einem Schaden von rund sieben Millionen Dollar.
Billups soll als prominente „Face Card“ wohlhabende Opfer an die Tische gelockt und anschließend an den illegalen Gewinnen beteiligt worden sein. Nach einem manipulierten Spiel im Oktober 2020 sollen 50.000 Dollar an ihn überwiesen worden sein. Zudem sollen Teile der Erlöse an die Mafia-Familien Gambino, Genovese und Bonanno geflossen sein.
Kaution und Suspendierung
Der fünffache All-Star wurde gegen eine Kaution in Höhe von fünf Millionen Dollar auf freien Fuß gesetzt. Als Sicherheit hinterlegte er ein Haus in Colorado, sein Reisepass wurde eingezogen, Reisen sind nur eingeschränkt erlaubt. Die Trail Blazers stellten ihn unmittelbar nach der Festnahme am 23. Oktober unbezahlt frei, Assistenzcoach Tiago Splitter übernahm interimistisch.
Neben Billups ist auch Ex-NBA-Profi Damon Jones angeklagt. Alle 31 Beschuldigten müssen am 4. März erneut vor Gericht erscheinen. Richter Ramon Reyes peilt einen Prozessbeginn im September 2026 an.
Für „Mr. Big Shot“, Finals-MVP von 2004 und Ikone der Detroit Pistons, steht damit weit mehr als nur seine Trainerkarriere auf dem Spiel.