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NFL: Tom Brady irritiert mit Umgang mit Corona - Fans gespalten

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NFL: Tom Brady irritiert mit Umgang mit Corona - Fans gespalten

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Ignorant? Brady spaltet seine Fans

Ignorant? Brady spaltet seine Fans

Tom Brady ignoriert Empfehlungen der Spielergewerkschaft und sorgt nicht nur bei seinen Fans für Unverständnis. Das Verhalten des Superstars gibt Rätsel auf.
Tennis-Ass Eugenie Bouchard, Star-Quarterback Tom Brady und auch NBA-Profi Ben Simmons sammeln Spenden für Menschen in Not. Bei der "All-In-Challenge" werden die Sportstars besonders erfinderisch.
Stefan Junold
Stefan Junold

Was passieren kann, wenn man als Superstar des Sports zu leger mit den Gefahren des Coronavirus umgeht, wurde zuletzt am Beispiel Novak Djokovic deutlich.

Der serbische Tennis-Spieler hat durch sein Verhalten und die damit verbundene Erkrankung an COVID-19 einen herben Imageverlust erlitten.

Ein Mega-Star einer anderen Sportart spielt aktuell ebenfalls mit dem Feuer. Tom Brady sorgt mit Gruppentrainings derzeit für Aufsehen.

NFLPA rät von Training ab - Brady ignoriert's

Zwar macht die Quarterback-Legende nichts Verbotenes, vorbildlich ist Bradys Verhalten aber keinesfalls, da er sich ebenso wie seine Teamkollegen den Empfehlungen der Spielergewerkschaft NFLPA widersetzt.

Seit geraumer Zeit veranstalten Brady, Rob Gronkowski und weitere Spieler der Tampy Bay Buccaneers an der Berkeley Preparatory School in Florida - ein Hotspot in Sachen Neuinfektionen - gemeinsame Trainingseinheiten, um sich auf die neue NFL-Saison vorzubereiten, die Mitte September starten soll. Von mindestens einem Dutzend Spieler war die Rede.

Die NFLPA hatte eindringlich davon abgeraten, Gruppentrainings abzuhalten. Von den Franchises organisiertes Training ist noch nicht erlaubt, weshalb sich die Spieler privat fit halten.

Brady postete mehrfach Bilder von den Einheiten und verteidigte diese – es gebe "keine Ausreden", schrieb er beispielsweise.

Missachtungen der Corona-Regeln für Brady folgenlos

Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie hatte sich der 42-Jährige bereits mehrfach am Limit der Legalität oder darüber hinaus bewegt. Zwar waren der kuriose Besuch bei Trainer Bruce Arians und der Rauswurf aus einem Park im April eher Lappalien – positive Auswirkungen auf Bradys Ansehen hatten die Aktionen jedoch nicht.

Diesen Eindruck hat auch ein früherer Teamkollege des Spielmachers, der mit den New England Patriots sechs Mal den Super Bowl gewonnen hat. "Es ist so uncharakteristisch", urteilte Christian Fauria bei WEEI Radio Network und ergänzte: "Der Kerl, den wir in den letzten 20 Jahren gesehen haben? Das war nicht Tom Brady, das war Clark Kent (Bürgerlicher Name von Superman, Anm. d. Red.). Was wir nun sehen, ist der wahre Tom Brady."

FOXBOROUGH, MASSACHUSETTS - MARCH 17: Patriot fan Kosta Agganis, 19, of Saugus, MA, stands with a sign thanking former New England Patriots quarterback Tom Brady outside of Gillette Stadium on March 17, 2020 in Foxborough, Massachusetts. Brady announced he will leave the Patriots after 20 years with the team to enter free agency. ( (Photo by Maddie Meyer/Getty Images)
Brady, Schweinsteiger, Jordan
ATLANTA, GEORGIA - FEBRUARY 03:  Tom Brady #12 of the New England Patriots  celebrate the teams 13-3 win over the Los Angeles Rams during Super Bowl LIII at Mercedes-Benz Stadium on February 03, 2019 in Atlanta, Georgia. (Photo by Al Bello/Getty Images)
FILES, UNITED STATES:  This 30 October 94 file photo shows Kansas City Chiefs quarterback Joe Montana (19) preparing to pass against the rush of Buffalo Bills Bruce Smith (78) in Buffalo, NY. Montana is widely expected to announce his retirement from professional football 18 April in San Francisco. Montana led the San Francisco 49ers to four Super Bowl victories in the 1980s.   AFP  PHOTO (Photo credit should read JEFF HAYNES/AFP via Getty Images)
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Zwar muss man Brady zu Gute halten, dass er sich mit Golf und Pokern an der finanziellen Unterstützung von Corona-Erkrankten eingesetzt hat, doch nicht nur Fauria macht sich ein wenig Sorgen um den Ehemann von Supermodel Gisele Bündchen. Fans des Football-Oldies und der Bucs äußerten sich in den sozialen Medien zwiegespalten.

Fans reagieren unterschiedlich

Einigen missfallen die Trainingseinheiten. Begriffe wie Schwachkopf, Idiot oder weit schlimmere Beleidigungen sind zu lesen. "Kein kluger Mann", twitterte etwa ein Fan.

Andere wiederum sind von Bradys Ehrgeiz und Siegeswillen begeistert. "Das ist mein QB!", machte ein Anhänger deutlich. Die Fraktion der Befürworter lobt die Furchtlosigkeit, mit der Brady die Situation meistert – immer vollen Fokus auf seine Mission mit den Buccaneers. "Das einzige was wir fürchten müssen, ist die Furcht selbst", postete Brady ein Zitat von Franklin D. Roosevelt.

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Stellt Brady damit sportlichen Erfolg über die Gesundheit - seiner eigenen und die der Bevölkerung? Bucs-Coach Arians jedenfalls warnte Mitte Juni in einem Statement genau davor, dies zu tun. Er erinnerte Fans daran, Masken zu tragen und auf Social Distancing zu achten: "Es ist wichtig, dass wir alle zeigen, dass wir auf die Gesundheit der Gemeinschaft achten."

Brady und einige Teamkollegen haben sich diesen Appell offenbar nicht zu Herzen genommen.