Kaum hatte Mike McCarthy sein neues Büro bezogen, vergoss er auch schon fast die ersten Tränen. Bei seiner ersten Pressekonferenz reagierte der neue Coach der Pittsburgh Steelers in der NFL emotional und sprach zudem auch über den Plan mit Aaron Rodgers.
NFL: Rückkehr! Star-Trainer kämpft mit den Tränen
Star-Trainer kämpft mit den Tränen
Der 62-Jährige McCarthy legte ein erstes Statement ab und hatte dabei direkt feuchte Augen. Zudem versagte ihm kurz die Stimme und er schluchzte. „Ich verstehe das Privileg und die Verantwortung, die mit meiner Aufgabe einhergeht. Diese Stadt, diese Franchise und die Fans bedeuten die Welt für mich, weil Pittsburgh meine Welt ist. Und es ist unglaublich, wieder hier zu sein“, sagte McCarthy. Er klopfte sich dabei auf sein Herz und hatte eine Goldbrosche mit dem Logo der Franchise auf seiner Jacke angebracht.
Am 10. November 1963 wurde er in der Stadt geboren und wuchs auch dort auf. Nun, nach vielen Jahrzehnten an anderen Orten, schließt sich der Kreis. Er wird erst der vierte Cheftrainer der Traditionsfranchise seit 1969. Die Entscheidung fiel nur elf Tage, nachdem der langjährige Head Coach Mike Tomlin nach neunzehn Spielzeiten überraschend seinen Rücktritt erklärt hatte.
McCarthy bringt einen glänzenden Lebenslauf mit. In der Saison 2010/11 führte er die Green Bay Packers zum Super Bowl-Triumph und coachte dort dreizehn Jahre lang Aaron Rodgers. Nach fünf Spielzeiten bei den Dallas Cowboys verließ er die Franchise Ende 2024, weil man sich nicht auf eine Vertragsverlängerung einigen konnte. Die Saison 2025 setzte McCarthy aus, ehe nun der Ruf aus seiner Heimat kam.
McCarthy will Rodgers zurückholen
Direkt danach stand die zentrale Frage bereits im Raum: Will er Rodgers als Quarterback der Pittsburgh Steelers zurückhaben? Die Antwort des neuen Head Coaches fiel eindeutig aus. „Definitiv. Ich wüsste nicht, warum man das nicht wollen sollte“, sagte er und bestätigte, dass er bereits mit Rodgers gesprochen habe.
McCarthy betonte, er habe in der vergangenen Saison viele Spiele der Steelers verfolgt und Rodgers dabei als klaren Mehrwert für das Team wahrgenommen. Gleichzeitig zeigte er Verständnis dafür, dass der Routinier nach der emotionalen Belastung einer NFL-Saison Zeit brauche, um über seine Zukunft zu entscheiden. Einen Zeitplan oder eine Deadline gebe es bislang nicht, auch mit General Manager Omar Khan sei darüber noch nicht gesprochen worden.
Die Situation erinnert an das vergangene Jahr, als Rodgers seine Entscheidung ebenfalls bis in den Sommer hinauszögerte. Für die Steelers bedeutet das erneut Unsicherheit auf der wichtigsten Position, während die Vorbereitung auf den NFL Draft voranschreitet. Dennoch lassen die Verantwortlichen die Tür für eine Rückkehr des Quarterbacks bewusst offen.
Dass McCarthy diese Aufgabe ernst nimmt, unterstreicht auch eine weitere Entscheidung: Der neue Head Coach wird in Pittsburgh selbst die Spielzüge ansagen. Während er parallel seinen Trainerstab formt, ist eines klar - die Zukunft der Steelers-Offense hängt maßgeblich davon ab, wie sich die Quarterback-Frage in den kommenden Wochen entwickelt.