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NHL: Moritz Seider zu seiner Wahl als Rookie des Jahres - "Es ist verrückt"

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NHL: Moritz Seider zu seiner Wahl als Rookie des Jahres - "Es ist verrückt"

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„Eishockey-Deutschland stolz gemacht“

„Eishockey-Deutschland stolz gemacht“

Moritz Seider wird in der NHL als erster Deutscher überhaupt zum Rookie der Saison gewählt. Damit stellt der 21-Jährige auch einige Klublegenden seiner Detroit Red Wings in den Schatten.
Das deutsche Eishockey-Talent Moritz Seider spielt bereits als Stammspieler bei den Detroit Red Wings und erzählt im Interview von seinem NHL-Highlight sowie Erwartungshaltungen für die Zukunft. Mit Anfang 20 ist er in der Eishockey-Königsklasse angekommen.
SID
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von SID

Auf der Bühne der Amalie Arena in Tampa war Moritz Seider an seinem großen Tag zu Scherzen aufgelegt

„Meine Eltern konnten nicht kommen. Sie sind gerade erst aus Kroatien zurück und dachten, es sei wichtiger, Urlaub zu machen“, erzählte der 21-Jährige nach seiner Auszeichnung zum NHL-Rookie des Jahres und sorgte im Publikum für Lacher.

Als erster Deutscher erhielt der Nationalspieler von den Detroit Reds Wings die Calder Trophy, Belohnung für ein mehr als bemerkenswertes erstes Jahr in der nordamerikanischen Profiliga. (NEWS: Alles zur NHL)

Seider trug bei der feierlichen Awards Show einen feinen blauen Anzug und Fliege, eine Rede hatte er nicht vorbereitet. „Ich versuche, es nicht zu verderben“, sagte der Ausnahmespieler aus Zell an der Mosel und bedankte sich. Bei seinem Bruder, bei den Red Wings, der Stadt Detroit und natürlich bei seiner Freundin, Shorttrack-Olympionikin Anna Seidel, die mit nach Florida gereist war.

50 Scorerpunkte! Seider glänzt in seiner Rookie-Saison

Es sei „eine große Ehre“, den begehrten Preis zu erhalten, sagte Seider, der in seiner Debütsaison auf starke 50 Scorerpunkte kam und dabei 43 Assists gab. Damit führte er die Ranglisten unter den Rookie-Verteidigern an.

Mit 170 von möglichen 195 Erststimmen und insgesamt 1853 Punkten entschied der Profi die Abstimmung der Professional Hockey Writers‘ Association klar vor den Stürmern Trevor Zegras (1191/Anaheim Ducks) und Michael Bunting (877/Toronto Maple Leafs) für sich.

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„Er hat in seinem ersten Jahr eine bemerkenswerte Präsenz gezeigt und das ganze Jahr stark gespielt“, sagte Bundestrainer Toni Söderholm. Seider habe „ganz Eishockey-Deutschland stolz gemacht“, betonte der Finne, sein Schützling sei „an erster Stelle sehr ehrgeizig als Person, er arbeitet sehr hart für das, was er erreichen will und bleibt fokussiert.“

Seider stellt Klublegenden in den Schatten

Seider gewann als 13. Verteidiger die Calder Trophy, erhielt sie als erster Spieler der Red Wings seit Goalie Roger Crozier (1965) und stellte große Namen in den Schatten.

Klublegenden wie Steve Yzerman, heute General Manager der Franchise, Pawel Dazjuk, Henrik Zetterberg oder Nicklas Lidström gingen als Rookies leer aus.

„Es ist verrückt“, sagte Seider, der in Erfurt mit dem Eishockey begann und bei Adler Mannheim zum DEL-Spieler wurde. „Ich werde definitiv etwas Zeit haben, um zu reflektieren, und das werde ich wahrscheinlich tun, wenn ich zu Hause bei meinen Eltern bin.“ Er wolle „einfach draußen sitzen und ein paar tolle Gespräche führen. Im Moment geht alles sehr schnell.“

Über AHL und Schweden in die NHL

Vor drei Jahren war Seider beim NHL-Draft von Detroit an sechster Stelle gezogen worden und spielte zunächst im Farmteam Grand Rapids Griffins in der zweitklassigen AHL.

2020/21 verliehen die Red Wings Seider nach Schweden an Rögle BK, ehe er im Vorjahr sein NHL-Debüt gab - am 14. Oktober 2021 gegen Meister Tampa, Seider machte jedes der 82 Hauptrundenspiele. (SERVICE: Alle Spiele und Ergebnisse)

Detroit verpasste die Meisterrunde klar, in der nächsten Saison will das „Phänomen“ (DEB-Kapitän Moritz Müller) „länger im Mix sein um die Playoffs. Jetzt wird wieder fleißig in Mannheim trainiert.“