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Wie "Terrible Ted" eine Liga nachhaltig prägte

So prägte „Terrible Ted“ die NHL

Ted Lindsay schrieb NHL-Geschichte und war Teil eines legendären Sturmtrios. Sein Vermächtnis ist aber viel größer. Heute vor sieben Jahren starb „Terrible Ted“.
Ted Lindsay trug den Spitznamen "Terrible Ted"
Ted Lindsay trug den Spitznamen "Terrible Ted"
© IMAGO / ZUMA Press Wire
Ted Lindsay schrieb NHL-Geschichte und war Teil eines legendären Sturmtrios. Sein Vermächtnis ist aber viel größer. Heute vor sieben Jahren starb „Terrible Ted“.

Als sein Tod bekannt gegeben wurde, stand die NHL-Welt für einen Moment still und versank in Trauer: Heute vor sieben Jahren ist der Hall of Famer der Detroit Red Wings, Ted Lindsay, im Alter von 93 gestorben.

„Ted war ein hartnäckiger, couragierter und entschlossener Mann, auf und neben dem Eis“, teilte damals seine Familie mit. Lindsay war ein Musterprofi - trotz seiner für Eishockey-Verhältnisse zierlichen Figur, denn der Offensivspieler war nur 1,73 Meter groß und rund 75 Kilogramm schwer.

Ted Lindsay: 1.808 Minuten auf der Strafbank

Aufgrund seiner Spielweise trug Lindsay den Spitznamen „Terrible Ted“. Der Kanadier sagte über sich selbst, dass er ein schlechter Verlierer sei, weshalb er sehr kämpferisch auf dem Eis unterwegs war. „Ich würde mit niemandem sprechen, der nicht zu meinem Team gehört“, sagte er einst der New York Times.

In seinen 1.068 absolvierten Partien in der regulären NHL-Saison wurde Lindsay oftmals hart bestraft, denn im Laufe seiner Karriere saß er insgesamt 1.808 Minuten auf der Strafbank – das entspricht 30 Spielen!

„Terrible Ted“ gewinnt fünf Meisterschaften

„Ted war ein gemeiner Eishockeyspieler“, erinnerte sich der ehemalige NHL-Schiedsrichter Bill Chadwick und fügte hinzu: „Aber er war die Art von Spieler, die ich gerne in meinem Team gehabt hätte. Er hätte alles getan, um den Puck ins Netz zu bekommen.“

In Detroit gehörte „Terrible Ted“ mit dem 2016 verstorbenen „Mr. Hockey“ Gordie Howe und Sid Abel zur sogenannten „Production Line“, eine der erfolgreichsten Sturmreihen der Geschichte. Das kanadische Trio holte 1950 und 1952 gemeinsam den Stanley Cup, Lindsay und Howe wurden nach Abels Abgang auch 1954 und 1955 Meister.

NHL-Star bleibt Hall-of-Fame-Zeremonie fern

Lindsay verbuchte in 1.068 NHL-Spielen 379 Tore und 472 Assists. Dafür wurde er in die Hall of Fame aufgenommen, doch er blieb der feierlichen Zeremonie fern, da keine Frauen dabei sein durften.

Der Kanadier hatte einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, denn er war auch maßgeblich an der Gründung der Spielergewerkschaft NHLPA beteiligt. Doch bis dahin war es ein holpriger Weg.

Bereits im Jahr 1957 trug Lindsay seine Pläne vor, dass eine Spielergewerkschaft wichtig sei, doch von der Liga sowie seiner eigenen Franchise erhielt er nur Ablehnung. Bei den Red Wings ging es gar so weit, dass sie ihren Star zu den Chicago Blackhawks tradeten.

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Lindsay kommt aus Rente zurück

Dort beendete „Terrible Ted“ 1960 nach drei Saisons seine Karriere, doch kehrte vier Jahre später wieder aufs Eis zurück. Der Angreifer absolvierte noch eine letzte Saison für Detroit, ehe 1965 endgültig Schluss war.

Zwei Jahre später wurde dann die NHLPA offiziell eingeführt und Lindsay wurde ihr erster Präsident – zehn Jahre nach seinem ersten Vorpreschen.

„Terrible Ted“ bis heute allgegenwärtig

Nach seiner Spielerkarriere wurde er General Manager der Red Wings (1977 - 1980) und trainierte sie in der Saison 1979/80 in neun sowie 1980/81 in 20 Spielen. Seine Bilanz als Trainer war nicht sehr berauschend und lautete: Fünf Siege, 21 Niederlagen und drei Remis. In späteren Jahren war Lindsay noch als Eishockey-Analyst im Fernsehen zu sehen.

Bis heute ist „Terrible Ted“ in der NHL allgegenwärtig, denn seit 2010 erhält der Liga-MVP von der Spielergewerkschaft NHLPA den „Ted Lindsay Award“.