Volleyball-Bundesliga Frauen>

DVV-Pokal: Suhl entthront Stuttgart im Fünf-Satz-Krimi

Favoritenschreck gewinnt DVV-Pokal

Nach zwei schwachen Sätzen gelingt Stuttgart fast die Wende – aber Suhl behält die Nerven.
Das Finale entwickelte sich zum Krimi
Das Finale entwickelte sich zum Krimi
© IMAGO/Jan Huebner/SID/Josh Hoffmann
Nach zwei schwachen Sätzen gelingt Stuttgart fast die Wende – aber Suhl behält die Nerven.

Die Volleyballerinnen des VfB Suhl haben sich als Favoritenschreck bewiesen und zum zweiten Mal den Pokal gewonnen. Im ausverkauften Finalspiel in Mannheim gegen den großen Titelanwärter Allianz MTV Stuttgart triumphierte das Team von Trainer Laszlo Hollosy in einem am Ende packenden Krimi mit 3:2 (25:17, 25:18, 15:25, 23:25, 15:13). Erstmals seit 2008 geht die Trophäe damit wieder nach Thüringen.

Zwar hatten die Suhlerinnen den bis dahin ungeschlagenen Tabellenführer erst vor sechs Tagen in der Bundesliga niedergerungen, beim schnellen Wiedersehen gehörte die Favoritenrolle jedoch trotzdem dem fünfmaligen Pokalsieger aus Stuttgart. Es war aber der Außenseiter, der sich zu Beginn wie beflügelt zeigte und die 12.508 Fans begeisterte.

Was die „Wölfinnen“ an Leichtigkeit und Effektivität zeigten, fehlte Stuttgart auf der Gegenseite. Nach einem schnellen Rückstand im ersten Satz wirkte der MTV wie von der Rolle. Erst im dritten Durchgang schien plötzlich der Turnaround zu gelingen - es präsentierte sich ein fast gegensätzliches Bild: Stuttgart feierte, Suhl haderte. Die Entscheidung fiel so erst im verkürzten letzten Satz.

Am späteren Abend (19.00 Uhr) steigt in der SAP Arena, die nach elf Jahren letztmalig Austragungsort des Finals ist, noch das Endspiel der Männer. Erstmals in der Vereinsgeschichte möchte sich die SVG Lüneburg mit einem Titel krönen, es wartet der Rekordpokalsieger VfB Friedrichshafen.