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Corona-Chaos beim Dresdner SC: Details zur Absage des Finals im DVV-Pokal

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Finalabsage: „Wäre verrückt gewesen“

Finalabsage: „Wäre verrückt gewesen“

Der Dresdner SC kann nicht zum Finale im DVV-Pokal antreten. Der Grund dafür sind zahlreiche Corona-Fälle. Geschäftsführerin Sandra Zimmermann erklärt im SPORT1-Podcast „Volleytalk“ die Entscheidung.
Der Klassiker zwischen dem Dresdner SC und dem SSC Palmberg Schwerin verspricht normalerweise Spannung und Drama. Doch diesmal verpasste Dresden den Gästen aus Schwerin im wahrsten Wortsinn einen "Abschuss".
Sebastian Mühlenhof
Sebastian Mühlenhof
Katharina Hosser
Katharina Hosser

Ursprünglich war das Spiel für Sonntag, 6. März um 14 Uhr in der SAP Arena in Mannheim geplant. Nun soll das Finale voraussichtlich am 19. oder 20. März (LIVE im TV auf SPORT1) stattfinden. Statt der Finalpartie ist nun die Bundesliga-Begegnung zwischen dem VC Wiesbaden und Allianz MTV Stuttgart angesetzt.

Die Absage hat die Verantwortlichen in Sachsen hart getroffen, wie DSC-Geschäftsführerin Sandra Zimmermann im SPORT1-Volleytalk erklärte.

Corona-Sorgen „nicht für möglich gehalten“

„Wir sind traurig sind. Wir sind jetzt zwei Jahre fast unbetroffen durch die Pandemie gekommen und das ist mit großer Disziplin, ein bisschen Glück und auch funktionierenden Hygienekonzepten gelungen. Aber vor allem das Team und die Trainer waren super diszipliniert, was eine große Leistung ist. Aber dass es uns ausgerechnet jetzt erwischt hat und das zu dem Zeitpunkt, ist eigentlich unglaublich und haben wir bis zuletzt auch nicht für möglich gehalten“, sagte sie.

Dabei erläuterte Zimmermann auch den genauen Verlauf der zunehmenden Probleme: „Es ist eine Infektion, die letzte Woche Mittwoch begonnen hat. Wir müssen jetzt aber feststellen, dass es eine Kette ist, von der wir heute nicht sagen können, ob sie unterbrochen ist.“

Die Dresdnerinnen verschärften in der Folge noch einmal ihre Regeln und informierten die Liga laut eigenen Angaben über jeden der Schritte. (DATEN: Spielplan und Ergebnisse im DVV-Pokal der Frauen)

„Verrückte“ Startaufstellung bei Dresden

Die Maßnahmen trugen jedoch nicht zur Eindämmung des Virus bei, sodass die Absage erfolgte. „Unser Mannschaftsarzt hat ganz klar gesagt: Er lehnt die Verantwortung ab, Spielerinnen auflaufen zu lassen, die vielleicht Symptome haben, aber noch negativ sind. Im Endeffekt muss ich auch gestehen, dass ich froh bin, dass es Stuttgart erspart bleibt, gegen uns anzutreten und ein Risiko einzugehen. Das erspart ihnen das Risiko auf Infektion und zukünftig unbeschadet weiterspielen zu können“, erklärte Zimmermann.

Im Fall der Fälle wären sie aber dennoch angetreten, wenn die Liga es so gewünscht hätte. Die Startaufstellung hätte dabei jedoch ungewohnt ausgesehen.

„Es wäre verrückt gewesen, unter welchen Umständen sich unsere Starting-Six zusammengestellt hätte: Uns standen zwei Liberas, zwei Zuspielerinnen, eine Diagonale, eine Mittelblockerin und eine Außenangreiferin zur Verfügung“, schilderte die Funktionärin die schwierige Personallage.

Keine Gedanken macht sich die Geschäftsführerin bezüglich eines neuen Spielorts. „Ich bin überzeugt, dass wir auch an einem anderen Ort ein Frauen-Pokalfinale zu einem besonderen Erlebnis machen können, sowohl organisatorisch, als auch sportlich“, meint sie.