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Eiskunstlaufen: Olympia-Drama von Kamila Walijewa bekommt brisantes Nachspiel

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Eiskunstlaufen: Olympia-Drama von Kamila Walijewa bekommt brisantes Nachspiel

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Walijewa erneut in den Schlagzeilen

Walijewa erneut in den Schlagzeilen

Die unter Doping-Verdachte stehende Kamila Walijewa kehrt auf das Eis zurück - nun wird ihr Auftritt im Kontext des Ukraine-Kriegs zum Politikum.
Kamila Walijewa (M.) und ihre Trainerin Eteri Tutberidze
Kamila Walijewa (M.) und ihre Trainerin Eteri Tutberidze
© Imago
SID
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von SID

Die unter Dopingverdacht stehende Eiskunstlauf-Europameisterin Kamila Walijewa kehrt gut fünf Wochen nach ihrem dramatischen Absturz bei den Olympischen Winterspielen in Peking auf das Eis zurück - und nun wird ihr Auftritt aus einem anderen Grund zum Politikum.

Die 15-Jährige geht beim rein russischen sogenannten Channel One Cup in Saransk an den Start. Der Wettbewerb in Saransk gilt als Gegenveranstaltung zu den Weltmeisterschaften in Montpellier, dort sind die russischen Athleten wegen des Krieges in der Ukraine nicht startberechtigt.

Kamila Walijewa wurde bei Olympia zur tragischen Figur

Walijewa durfte in der chinesischen Hauptstadt nur unter Vorbehalt an der olympischen Einzel-Konkurrenz teilnehmen. Nach dem Kurzprogramm noch auf Rang eins, hielt sie in der Kür dem Druck nicht stand und fiel auf den vierten Platz zurück.

In einer Dopingprobe Walijewas vom 25. Dezember war der verbotene Stoffwechsel-Modulator Trimetazidin entdeckt worden, eigentlich ein Herzmedikament, das wegen seines potenziell leistungssteigernden Wirkmechanismus verboten ist.

Der von vielen Dubiositäten begleitete Fall erschütterte die laufenden Spiele, denn die Probe wurde erst einen Tag nach dem Sieg des Russischen Olympischen Komitees (ROC) um Walijewa im Teamwettbewerb. Die Medaillen in dieser Konkurrenz wurden wegen des ungeklärten Falls noch nicht vergeben.

Medaillen-Frage kann noch lange offen bleiben

Infolge des Positivtests geriet das Umfeld der minderjährigen Ausnahmesportlerin ins Umfeld, allen voran die auch in Russland umstrittene Nationaltrainerin Eteri Tutberidse - die nach Walijewas missglückter Kür auch durch ihre kühle Reaktion für Schlagzeilen sorgte, auch IOC-Chef Thomas Bach übte Kritik.

Mit einer Verteilung der Olympia-Plaketten ist in naher Zukunft nicht zu rechnen. Die zuständige nationale Dopingagentur Russlands hat bis zum August Zeit, ihre Untersuchungen abzuschließen.

Die Chance auf eine „richtige“ WM-Medaille ist Walijewa nun aus anderen Gründen ebenfalls entgangen.

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Mit Sportinformationsdienst (SID)

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