Was für eine Wahnsinnsfahrt von Sofia Goggia: Die Italienerin fuhr mit gebrochener und noch blutender Hand zum Sieg bei der Weltcup-Abfahrt in St. Moritz!
Ski-Alpin-Star siegt spektakulär mit blutigem Knochenbruch - Weidle auf Podium
Irrer Sieg mit blutigem Knochenbruch
Sofia Goggia lässt sich von Handbruch nicht aufhalten
Goggia hatte sich die Hand erst am Vortag an gleicher Stelle gebrochen, als sie bei hohem Tempo ein Tor touchiert hatte. Der italienische Skiverband teilte mit, dass sie sich einen komplizierten Bruch des zweiten und dritten Mittelhandknochens der linken Hand zugezogen hatte.
Dennoch ist sie Zweite geworden und wollte unbedingt am Samstag ebenfalls starten. Deshalb reiste sie noch am Freitag nach Mailand und ließ sich an der gebrochenen Hand operieren.
Als sich im Ziel ankam, war zu erkennen, dass das Blut noch durch den Verband auf ihrer linken Hand durchdrückte.
„Manchmal denke ich, mein Leben ist wie ein Film. Ich möchte allen danken, die meinen Start heute ermöglicht haben. Danke an die Ärzte, die mich operiert haben“, sagte Goggia nach ihrer Fahrt in der ARD. „Beim Einfahren heute Morgen habe ich gespürt, dass ich das schaffen kann. Ich bin das glücklichste Mädchen und so dankbar, dass ich hier heute überhaupt starten konnte.“
Weidle auf dem Podium
Hinter der Italienerin kam Ilka Stuhec auf Platz zwei. Die deutsche Hoffnungsträgerin Kira Weidle komplettiert das Podium als Dritte.
„Ich habe geschaut, dass ich mich auf mich selbst konzentriere, die Schwünge so fahre, wie ich mir das vorstelle. Ich wollte das zeigen, was ich kann. Das ist mir zumindest weitestgehend geglückt“, sagte Weidle in der ARD.
Für einen kurzen Schockmoment sorgte Laura Pirovano. Die Italienerin stürzte kurz vor dem Ziel und blieb anschließend zunächst liegen.
Wenig später konnte sie aus eigener Kraft aufstehen und durchs Ziel fahren. Als sie den Zuschauern zuwinkte, wurde sie frenetisch bejubelt.