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Ski Alpin: Thomas Dreßen schimpft nach Sturz auf Steif auf Organisatoren

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Ski Alpin: Thomas Dreßen schimpft nach Sturz auf Steif auf Organisatoren

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Streif-Sturz! Dreßen klagt an

Deutschlands Ski-Ass Thomas Dreßen sorgt in Kitzbühel auf der legendären Streif für einen Schreck-Moment. Beim Sieg des Norwegers Aleksander Aamodt Kilde stürzt er, bleibt aber unverletzt. Anschließend aber äußert er sich sehr kritisch über die Organisatoren.
Thomas Dreßen
Thomas Dreßen
© Imago
. SPORT1
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von SPORT1

Großer Schreck für das deutsche Alpin-Team!

Thomas Dreßen ist bei der legendären Streif-Abfahrt am Samstagmittag in Kitzbühel gestürzt. (NEWS: Alle Infos zum Wintersport)

Bereits im oberen Teil der Strecke fand der gebürtige Garmischer bei immer schlechter werdender Sicht keinen Rhythmus, quälte sich durch die Streckenpassagen. Im Flachstück verlor Dreßen dann das Gleichgewicht und stürzte.

Dreßen offensichtlich unverletzt

Dreßen konnte aber aus eigener Kraft wieder aufstehen und sich auf den restlichen Weg ins Ziel machen. Das Vorhaben von einer guten Platzierung auf seiner favorisierten Strecke war damit allerdings dahin. Vor fünf Jahren konnte Dreßen noch auf der Streif mit dem Hahnenkamm-Sieg seinen größten Triumph der Karriere feiern.

Den Sieg in diesem Jahr holte sich der Norweger Aleksander Aamodt Kilde, der mit gebrochener Hand fuhr, vor Johan Clarey aus Frankreich und dem US-Amerikaner Travis Ganong.

Dreßen sauer: „Das ist nicht zeitgemäß“

Dreßen blieb zwar dem ersten Anschein nach unverletzt, äußerte im Ziel aber deutliche Kritik an den Veranstaltern des Klassikers. Grund für seinen Unmut war, dass die Organisatoren den Start wegen des aufziehenden Nebels nicht weiter nach unten gesetzt haben.

„Freilich ist es ein Freiluftsport. Aber es wurde schon im Vorhinein entschieden, dass der Start da ist, wo er ist“, sagte er im ZDF. „Die beiden Athletensprecher werden vor vollendete Tatschen gestellt. Das finde ich schade und auch nicht zeitgemäß. Das muss ich ganz ehrlich sagen. Dass wir Athleten nicht einmal ein Mitspracherecht haben, verstehe ich nicht.“

Auch Experte Marco Büchel richtete klare Worte an die Veranstalter. „Da sind so viele Interessen im Hintergrund, dass die Fairness öfters in den Hintergrund gerät“, sagte der Ex-Rennläufer. „Für die Organisatoren ist es ein Skifest, sie sind zufrieden. Die Athleten nicht. Das ist absolut begreiflich. Wenn man so hart trainiert, sein Leben dafür gibt, dass man erfolgreich sein kann, dann hat man einen dicken Hals, wenn man diese Chance nicht bekommt.“

Baumann bester Deutscher

Bester Deutscher in Kitzbühel war Romed Baumann auf Platz acht, Josef Ferstl kam auf Platz elf.

„Der Schnee stockt viel mehr, es ist um einiges herausfordernder als gestern. Es rumpelt“, klagte Baumann. „Der Schnee war so kräftig, dass die Spur verschneit war. Es ist ein bisserl Pech, aber ich kann mir nix vorwerfen“, meinte Ferstl: „Es ist natürlich nicht ganz fair, der Schnee wird wieder schneller.“ Andreas Sander und Dominik Schwaiger verpassten die Top 15.

Dreßen hatte erst vor einer Woche in Wengen sein Comeback nach vierwöchiger Verletzungspause gegeben.

Auch in den Jahren zuvor hatten ihn viele Verletzungen gequält. Zahlreiche Knorpelschäden im rechten Knie zwangen ihn immer wieder zu Pausen.

Eine erneute langfristige Pause ist aber nun nicht zu erwarten.

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mit Sport-Informationsdienst (SID)

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