Der DSV lässt nichts unversucht, um die deutschen Biathleten wieder in die Weltspitze zu führen.
Biathlon: Hightech-Hilfe für Benedikt Doll und Co.
Hightech-Hilfe für DSV-Asse
Dabei bekommen die Athleten erstmals Unterstützung von ungewohnter Seite. Zwei Tage lang können Benedikt Doll und Co. im Aerolab der BMW Group an ihrer Schießtechnik arbeiten.
Wie der Verband am Freitag mitteilte, arbeiten die Athleten im Windkanal an ihrem Stand- und Zielverhalten, um in der kommenden Weltcupsaison am Schießstand mit der Weltelite mithalten zu können.
„Wir haben nur eine Herausforderung - und die ist es, im Wettkampf so erfolgreich wie möglich zu sein“, nahm Uros Velepec, DSV Biathlon-Bundestrainer Herren, seine Athleten in die Pflicht und fügte hinzu: „Doch um diese eine Herausforderung zu meistern, muss man in sehr vielen Bereichen etwas tun. Man muss progressiv sein, um sich in der Weltspitze durchzusetzen.“
Einige der besten Schützen bei Wind
Allerdings steht bei diesen Testtagen nicht nur die individuelle Weiterentwicklung einzelner Athleten im Vordergrund, sondern auch eine grundsätzliche Datengewinnung für zukünftige Biathleten. Laut Velepec habe er im Team einige der besten Schützen bei Wind. Daher versuche man, im Windkanal zu analysieren, woher diese ihre Leistungsfähigkeit unter widrigen Windverhältnissen nehmen. „Wir können jetzt schon sehen, was diese Athleten anders machen. Wir haben das immer vermutet, jetzt haben wir den Beweis und wissen, wie sie das machen.“
Im nächsten Biathlon-Winter sollen die deutschen Skijäger dann wieder in der Weltspitze angreifen. In der vergangenen Saison konnte bei den Damen lediglich die mittlerweile zurückgetretene Denise Herrmann-Wick Siege feiern. Im Gesamt-Weltcup landete die 34-Jährige mit drei Siegen auf Rang vier.
Ebenfalls auf den vierten Gesamtplatz lief bei den Männern Benedikt Doll. Am vorletzten Weltcup-Wochenende in Östersund feierte der 33-Jährige im Einzel seinen einzigen Saisonsieg.