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Miriam Neureuther: "Die Hintertür offenzulassen, finde ich persönlich schwierig"

Neureuther fordert Statement

Miriam Neureuther sieht die Teilnahme russischer Athleten bei den Olympischen Spielen in Paris kritisch. Der ehemalige Biathlon-Star fordert ein klares Statement seitens des IOC und der einzelnen Verbände.
Im „SKI & BERGE: Das DSV Magazin“ auf SPORT1 begrüßt Ruth Hofmann Langläuferin Katharina Hennig & den ehemaligen Langläufer und DSV-Vizepräsident Tobias Angerer. Neben der Karriere der 27-Jährigen sprechen die Drei über die Faszination Langlauf & die Nachwuchsförderung. In der Rubrik #Schneevonmorgen beleuchtet Anna Dollak das Thema Recycling und Upcycling im Wintersport.
Miriam Neureuther sieht die Teilnahme russischer Athleten bei den Olympischen Spielen in Paris kritisch. Der ehemalige Biathlon-Star fordert ein klares Statement seitens des IOC und der einzelnen Verbände.

Miriam Neureuther sieht den Umgang des Internationalen Olympischen Komitees mit den russischen Athleten kritisch. Im SPORT1-Interview machte die zweimalige Weltmeisterin im Biathlon deutlich, dass sie sich einen härteren Kurs gegen Russland gewünscht hätte, „einfach um ein Statement zusetzen“.

Im Dezember 2023 hatten Vertreter der internationalen Sommersportverbände sowie von mehreren Nationalen Olympischen Komitees sich nach Angaben des IOC dafür stark gemacht, Sportlerinnen und Sportler aus Russland und Belarus unter neutralem Status bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris zuzulassen.

Neureuther: Aufweichung ein falsches Signal

Für Neureuther wäre die Aufweichung des Ausschlusses allerdings das falsche Signal. „Ich glaube, der Sport hat eine große Wirkung und dass es eine starke Meinung ist, wenn alle russischen Athleten ausgeschlossen werden. Die Hintertür offenzulassen, finde ich persönlich schwierig“, erklärte die 33-Jährige, die in ihrer Karriere auch Olympia-Silber im Langlauf gewann.

Sie würde aber auch einige russischen Athleten kennen, die nichts mit dem Krieg zu tun hätten und ganz tolle Menschen seien. „Denen würde ich es natürlich von Herzen gönnen. Deshalb finde ich es schwierig, da eine Entscheidung zu treffen. Es gibt Sportler, die den Krieg unterstützen, die zurecht nicht starten dürfen und dann gibt es die, die darunter leiden müssen. Auf der anderen Seite verstehe ich auch, wenn man ein klares Statement abgibt und nein sagt.“

Eine Entscheidung des IOC über eine Zulassung russischer Athleten „nur unter den bestehenden strengen Bedingungen“ ist allerdings weiter nicht gefallen.