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Ski-Star nach Horror-Sturz wieder auf der Piste

Skifahren leichter als Gehen

Der österreichische Skirennläufer Max Franz macht nach seinem Horror-Sturz im November 2022 große Fortschritte. Doch von echten Rennen ist der Abfahrts-Spezialist noch weit entfernt.
Der Österreicher Max Franz stürzte Ende 2022 schwer
Der Österreicher Max Franz stürzte Ende 2022 schwer
© IMAGO/GEPA pictures
Der österreichische Skirennläufer Max Franz macht nach seinem Horror-Sturz im November 2022 große Fortschritte. Doch von echten Rennen ist der Abfahrts-Spezialist noch weit entfernt.

Max Franz findet sich nach seinem Horrorsturz am 13. November 2022 immer besser zurecht. Der österreichische Ski-Star hatte sich am besagten Tag bei einem Trainingssturz in Copper Mountain (US-Bundesstaat Colorado) beide Unterschenkel gebrochen und kämpft seitdem um die Rückkehr in die Normalität.

Bereits im April 2024 hatte sich der mittlerweile 35-Jährige 502 Tage nach seinem Sturz wieder auf die Skier getraut und war erstmals wieder einen Berg hinuntergefahren. Jetzt postete der Skirennfahrer auf Instagram das nächste positive Zeichen. „Super happy, wieder zurück auf der Skipiste zu sein zwischen den Toren“, schrieb Franz und präsentierte sich in Sölden mit einem Ski in den Händen und im Trainingsoutfit gekleidet vor einem idyllischen Sonnenuntergang.

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Skifahren geht besser als Laufen

Es ist das nächste positive Zeichen von Max Franz. Nachdem der Skirennfahrer bereits Ende September auf Instagram ein Video-Update aus Sölden geschickt hatte, legte er zwei Monate später mit einem weiteren Posting nach.

Doch von einem echten Rennen ist der Abfahrtsspezialist noch weit entfernt, wie er in einem Interview mit der Kleinen Zeitung verriet. Besonders das Gehen falle ihm noch schwer, verriet Franz. „Das Abrollen ist ein großes Problem, längere Strecken sind wirklich zäh“, so der 35-Jährige. Im Skischuh hingegen gehe es „wirklich gut, das ist fast wie ein Gips“.

So konzentriert sich der Österreicher derzeit primär auf das Skifahren. „Meine Theorie ist, dass ich Ski fahre, Ski fahre, Ski fahre“, sagte der Österreicher: „Denn egal, was du tust, wie du trainierst, diese Belastung wie beim Skifahren bekommst du sonst nirgends. Ich merke das auch sofort an der feinen Muskulatur, die sich schnell entwickelt.“

Traum von der Rückkehr in den Weltcup bleibt

Die Hoffnung lebt für den 35-Jährigen, dass er tatsächlich wieder „richtig“ Skifahren wird können. Aktuell zumindest fährt er endlich wieder Ski; in einem Rennanzug, durch Tore. Aber mit Rennfahren hat das naturgemäß noch nicht viel zu tun. „Kleine Wellen mit Tempo sind für mich noch schwierig, da muss ich noch zu viel stabilisieren. Und auch wenn es wirklich hart und rippig wird, geht es noch nicht nach Wunsch.“

Trotz der langen Pause hat der WM-Bronzemedaillengewinner (Abfahrt) von 2017 den Traum von einer Rückkehr in den Weltcup noch nicht aufgegeben. Auch wenn es in der Realität noch ein weiter Weg zu sein scheint. „Es macht schon einen Unterschied. Wenn ich Schule fahre, geht es schon länger, auf Zug aber merke ich schnell, dass ich zwei Jahre nicht gefahren bin.“

Fünf Operationen nach Unterschenkelbrüchen

Der Speed-Spezialist wurde in seiner Karriere immer wieder von schweren Verletzungen zurückgeworfen. Bei seinem Horrorsturz im November 2022 war besonders das linke Bein betroffen. Es war ein offener Unterschenkelbruch, zudem waren 80 Prozent eines Nervs durchtrennt. Insgesamt musste Franz, der lange auf einen Rollstuhl angewiesen war, fünf Operationen über sich ergehen lassen.

Jetzt, rund zwei Jahre nach seiner schweren Verletzung, schöpft Franz wieder neue Hoffnung. „Am Anfang habe ich mir Ziele gesteckt, die aber oftmals nicht erreichbar waren. Das habe ich aufgegeben. Jetzt habe ich ein großes Ziel, dem ich nacheifere. Auf dem Weg dorthin freue ich mich über jeden kleinen Schritt, aber ich weiß: Der Weg ist noch lange.“