James Crawford ist der Mann der Stunde in Kitzbühel. Der Kanadier setzte sich im legendären Abfahrtsrennen auf der berüchtigten Streif sensationell in 1:53:64 Minuten vor dem Schweizer Alexis Monney und seinem Landsmann Cameron Alexander durch.
Ski alpin: Streif-Sensation! Kanadier schockt Favoriten
Streif-Sensation! Kanadier schockt Favoriten
Crawford ist damit der erste Kanadier seit 1983, der in Kitzbühel triumphiert.
ZDF-Kommentator Fabian Meseberg bekam sich kaum mehr ein über den Sensationssieger aus Nordamerika: „Er geht in Führung, die „Crazy Canucks“ sind zurück. Ich bin total baff, ich bin begeistert.“
Auch Experte Marco Büchel konnte den kanadischen Coup kaum fassen: „Ich bin fast sprachlos, unglaublich. Unglaublich! Das war eine total reife Leistung.“
Kitzbühel: Topfavorit Odermatt auf der Streif geschlagen
Während sich Crawford unter den Augen der 45.000 Zuschauer, darunter Zlatan Ibrahimovic, Arnold Schwarzenegger und Österreichs Nationaltrainer Ralf Rangnick, seinen ersten Weltcup-Sieg krallte, muss sich der Führende der Weltcup-Gesamtwertung geschlagen geben.
Topfavorit Marco Odermatt, der am Freitag den Super G gewann, landete mit 55 Hundertstel Sekunden Rückstand auf Rang sechs, kein Deutscher erreichte die Top Ten.
Odermatt selbst sagte am ZDF-Mikrofon: „Es war nicht die ganz perfekte Fahrt, auch vielleicht die Fahrt mit der letzten Überzeugung, dem letzten Risiko. Deshalb bin ich zufrieden mit meiner Leistung (...). Es stört mich aber heute überhaupt nicht, ich durfte gestern ja schon gewinnen und habe eine goldene Gams von Kitzbühel. Noch nicht die goldenste von der Abfahrt, aber auch eine ganz, ganz schöne.“