Das österreichische Snowboard-Ass Daniela Ulbing verabschiedet sich aus dem Profi-Sport. Die 27 Jahre alte Kärtnerin hatte bereits im abgelaufenen Weltcup-Winter eine Pause genommen und zieht nun einen endgültigen Schlussstrich.
"Motivation hat gelitten": Snowboard-Ass macht mit 27 Jahren Schluss
Snowboard-Ass beendet Karriere
Obwohl Ulbing eigentlich geplant hatte, für die olympische Saison zurückzukehren, musste sie nun einsehen, dass ein Comeback einfach keinen Sinn ergeben würde.
„Ich habe auch nach meiner Auszeit keine leistungsbezogenen Ziele mehr definieren können und darunter hat natürlich die Motivation gelitten. Es fehlen einfach ein paar Prozent, um in der Vorbereitung alles zu geben, damit ich im Winter wieder um Siege und Podestplätze mitfahren kann“, verdeutlichte sie in einer Mitteilung des Österreichischen Skiverbands. Nun sei „der richtige Zeitpunkt gekommen, um neue Prioritäten zu setzen“.
Ulbing: „Stolz auf meine Erfolge“
Ulbing fehlt zwar noch Olympia-Gold in ihrer Sammlung, konnte sich bei den Spielen von Peking aber immerhin Silber im Parallelriesenslalom sichern. Die Villacherin startete furios in ihre Laufbahn und gewann schon als 19-Jährige Gold im Parallelsalom bei der WM 2017. Sechs Jahre später kam eine WM-Silbermedaille im Parallelriesenslalom dazu.
Obwohl Ulbing vergleichsweise früh ihre Laufbahn beendet, blickt sie sehr positiv und zufrieden auf die Zeit zurück. „Ich habe das Gefühl, viel erreicht zu haben, daher blicke ich auch mit Stolz auf meine Karriere zurück. Ich habe viele tolle Menschen kennengelernt und viele wertvolle Erfahrungen gemacht, die ich nicht missen möchte“, so Ulbing.
Aktuell absolviert sie ein Studium der Angewandten Wirtschaftswissenschaften an der Universität Wien, plant aber schon die Rückkehr zum Snowboard-Sport in anderer Funktion. „Ich möchte dem Sport etwas zurückgeben und kann mir gut vorstellen, meine Erfahrungen an den Snowboard-Nachwuchs weiterzugeben“, unterstrich Ulbing.