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Ski alpin: Der verfluchte Dominator scheitert an der Streif - mal wieder!

Der verfluchte Dominator

Für Marco Odermatt scheint ein Fluch auf der Streif zu liegen. In Kitzbühel verpasst der Ski-Dominator den Sieg erneut – und ringt um Fassung.
Marco Odermatt musste sich in Kitzbühel geschlagen geben
Marco Odermatt musste sich in Kitzbühel geschlagen geben
© IMAGO/NurPhoto
Für Marco Odermatt scheint ein Fluch auf der Streif zu liegen. In Kitzbühel verpasst der Ski-Dominator den Sieg erneut – und ringt um Fassung.

Nachdem Marco Odermatt direkt nach der Zieldurchfahrt auf die Großleinwand blickte und die Erkenntnis ihn wie ein Schlag traf, stütze sich der Schweizer schwer auf seine Skistöcke.

Die Enttäuschung war greifbar. Wieder einmal hatte der große Ski-Dominator den so sehr ersehnten Abfahrtssieg beim legendären Hahnenkammrennen in Kitzbühel verpasst. Es scheint, als liege der Streiffluch auf Odermatt.

Odermatt: „Es tut weh“

„Heute gab es nur eins, das war der Sieg. Das wusste ich, das wusste jeder. Es tut weh“, sagte Odermatt und machte aus seinen Gefühlen keinen Hehl. Alles habe gepasst: „Das Material, der Körper, der Kopf.“ Nur das Quäntchen Glück eben nicht. Der letzte große Traum von Odermatt, der alles gewonnen hat - Olympia 2022 in Peking, drei WM-Titel, Weltcups in Hülle und Fülle, den Super-G am Freitag – war wieder einmal geplatzt.

Sieben Hundertstel lag er am Ende hinter dem italienischen Überraschungssieger Giovanni Franzoni. In der Mixed Zone ließ sich Odermatt lange Zeit, bevor er zu den wartenden Journalisten trat, rang spürbar nach Fassung.

Odermatt gratuliert Franzoni: „Genial gefahren“

„Ich habe viel Energie in dieses Rennen gesteckt. Natürlich bin ich enttäuscht. Deshalb brauchte ich ein paar Minuten für mich“, erklärte der 28-Jährige, zeigte aber auch im bitteren Augenblick seine gewohnt sportliche Größe. „Giovanni ist genial gefahren“, gratulierte Odermatt dem äußerst emotionalen Sieger.

Zugleich richtete Odermatt seinen Blick nach vorne. Nächstes Ziel: Olympia. „In der Karriere gleicht sich alles aus. Bei Olympia will ich wieder ganz vorne sein“, sagte Odermatt kämpferisch. Wohl zum Glück für ihn finden die olympischen Rennen in Bormio und nicht in Kitzbühel statt.