Der alpine Ski-Weltcup soll revolutioniert werden. „Das Ziel sind für die Frauen und Männer jeweils rund 45 bis 50 Saisonrennen, wenn es keinen Großanlass (WM oder Olympia) gibt“, gab FIS-Geschäftsführer Urs Lehmann jüngst im Interview mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA zu verstehen.
Ski-Revolution? Gewichtiges Indiz jetzt offiziell
Ski-Revolution nimmt Formen an
Zwar sollten die Veränderungen erst ab der Saison 2027/28 deutlich spürbar werden, jedoch sollen auch schon im kommenden Winter mehr Rennen ausgetragen werden. Dies verrät der provisorische Kalender, den die FIS nun bekannt gegeben hat.
Dieser sieht schließlich 43 Rennen für die Männer und 40 Rennen für die Frauen vor. Zum Vergleich: 2025/26 finden 38 Wettbewerbe für die Männer statt, während die Frauen in 37 Weltcups an den Start gehen.
Ski-WM in Crans-Montana
Zwar fallen im Hinblick auf die kommende Saison die Olympischen Spiele weg, jedoch bilden dafür die Weltmeisterschaften in Crans-Montana (1. bis 14. Februar 2027) das Jahres-Highlight. Unter dem Strich bleibt es also dabei, dass sowohl auf die Männer als auch auf die Damen ein umfangreicheres Programm zukommen wird.
Das dürfte nicht bei allen Ski-Stars Freude auslösen: „Wenn ich die Glotze einschalte und jeden Tag Skifahren sehe, schon einmal nicht. Und auch wegen des Verletzungsrisikos nicht“, monierte Manuel Feller jüngst bei den OÖ Nachrichten.
Wieder im Weltcup mit dabei sind die Rennen der Männer in Bormio und die der Frauen in Cortina d’Ampezzo. Diese waren aufgrund der Olympischen Spiele auf der Piste Stelvio und der Piste Olimpia delle Tofane aus dem Programm für den laufenden Winter geflogen.
Eröffnet wird die Saison traditionell in Sölden, wo am 24. und 25. Oktober die Riesenslalom-Wettbewerbe der Frauen und Männer stattfinden werden. Das Saisonfinale wird vom 20. bis 25. März 2027 in Sun Valley abgehalten.
Es ist damit zu rechnen, dass der FIS-Entwurf auch in großen Teilen mit dem erst später offiziell bekannt gegebenen Kalender übereinstimmt.
Skisprung-Kalender 2026/27: Erste Vierschanzentournee für die Frauen
Die FIS hat zudem auch die Kalender im Skispringen und in der Nordischen Kombination veröffentlicht. Die wichtigste Änderung betrifft die Skisprung-Frauen, die zum ersten Mal in der Historie gemeinsam mit den Männern die gesamte Vierschanzentournee bestreiten werden.
Die jüngst diskutierten Normalschanzen-Wettbewerbe der Frauen in Villach, Ljubno und Hinzenbach bleiben im Kalender. Die FIS hatte zunächst eine örtlich-terminliche Zusammenlegung der Frauen und Männer ins Auge gefasst, diesen Plan aber zum Teil wieder verworfen.
Es bleibt jedoch dabei, dass beide Geschlechter den Auftakt in Lillehammer (20.-22. November) absolvieren und in weiten Teilen das gleiche Programm haben. Das Saison-Highlight bilden die Nordischen Ski-Weltmeisterschaften von Falun (22. Februar bis 7. März).
Offene Fragen in der Nordischen Kombination
Das Event in Schweden stellt auch für die Nordischen Kombinierer den Höhepunkt dar, die ein nicht ganz so dichtes Programm erwartet. Einige Fragen sind allerdings noch offen, so wie die genauen Austragungsorte der deutschen Weltcups. Es ist lediglich klar, dass im Januar zwei Heim-Weltcups stattfinden werden.
Für die Kombinierer stellt sich aber vielmehr die Frage, ob die Disziplin olympisch bleibt. Darüber will das IOC nach den Spielen 2026 entscheiden.