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Biathlon: Deutsche Hilfe für Ukraine-Athleten - Pidruchnyi und Co. trainieren in Oberhof

Deutsche Hilfe für Ukraines Biathleten

Der ukrainische Sport ist durch den russischen Angriff weitgehend zum Erliegen gekommen. Die Biathleten versuchen sich dennoch auf die neue Saison vorzubereiten - mit deutscher Unterstützung.
Winter mit Olympischen Spielen sind traditionell ein guter Zeitpunkt, um die Karriere zu beenden. Im Biathlon hören nicht nur Lesser, Hammerschmidt und Horchler auf, sondern ingesamt gleich 31 Sportler.
Der ukrainische Sport ist durch den russischen Angriff weitgehend zum Erliegen gekommen. Die Biathleten versuchen sich dennoch auf die neue Saison vorzubereiten - mit deutscher Unterstützung.

In rund viereinhalb Monaten startet die neue Biathlon-Saison.

Die Athletinnen und Athleten bereiten sich bereits intensiv auf den nach-olympischen Winter vor. Das funktioniert jedoch nicht überall gleich gut.

Eine besonders schwierige Vorbereitung hat die ukrainische Mannschaft. Aufgrund des Angriffs der russischen Truppen konnten sie lange Zeit nicht trainieren.

„Ich habe mit dem Training erst Mitte Mai begonnen und meine erste Trainingseinheit war sehr schwierig“, schildert Dmytro Pidruchnyi auf der Homepage vom Biathlon-Weltverband IBU.

Pidruchnyi stößt mit Verspätung zum Team

Der ukrainische Top-Athlet weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer die vergangenen Jahre waren.

Schließlich wurde der 30-Jährige zum Militärdienst in seiner Heimatstadt Ternopil eingezogen und unterstützte die Nationalgarde. Erst im Juni wurde er freigestellt.

Mit zwei Wochen Verspätung ist er damit zum Team dazugestoßen, in dem sich zurzeit Artem Pryma, Bogdan Tsymbal, Anton Dudchenko, Taras Lesiuk, Denys Nasyk und die Biathletin Darya Blashko befinden.

Ukrainer basteln in Oberhof an ihrer Form

Nach einem Trainingslager an der ukrainisch-polnischen Grenze haben sich die sieben Profis nun aufgemacht in den Thüringer Wald, um in Oberhof an ihrer Form zu basteln.

„Die besten ukrainischen Biathleten sind auf völlig unterschiedlichen Vorbereitungsleveln“, erklärt dazu Nationaltrainer Juraj Sanitra.

„Aber ich sehe in ihren Augen, dass sie alle bereit sind, sich richtig gut vorzubereiten. Sie haben die Möglichkeit zu zeigen, dass die Ukraine ein starkes und unabhängiges Land ist.“

In Oberhof soll etwas Normalität einkehren

Nun soll bei den Einheiten am Rennsteig trotz der schweren Zeit wieder etwas Normalität einkehren. Schließlich ist Training in der Heimat kaum möglich.

„Ich kann zwar in den Straßen joggen und im Fitnessstudio trainieren, aber es ist unmöglich, Rollerski zu fahren oder gar das Schießen zu üben“, erzählt Pryma.

Das nächste Ziel für die Ukrainer ist derweil bereits klar: Die IBU-Sommer-Biathlon-WM in Ruhpolding Ende August.

„Unsere harte Arbeit widmen wir unseren Fans und den Bürgern der Ukraine. Sie sollen in diesen harten Zeigen Freude am Erfolg des Biathlon-Teams finden“, formuliert Coach Sanitra.